damit's heller wird
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Adventsaktion 2020

Hoffnungsvolle Botschaften und gute Nachrichten

Damit's in diesen Tagen für uns alle heller wird.

 

Katholisch in Köln-Mitte bedankt sich bei allen Projektpartnern für die gelungene Adventsaktion und wünscht allen Leserinnen und Lesern einen guten Start ins Jahr 2021!

 

 

Hier finden Sie die Advents-Angebote der katholischen Innenstadtgemeinden. Die Angebote der evangelischen AntoniterCityKirche finden Sie unter diesem link.

 

Video-Adventskalender: Jeden Tag eine gute Botschaft

 

In diesen außergewöhnlichen Zeiten Adventsstimmung zu verspüren, kann eine echte Herausforderung sein. Kontaktbeschränkungen, Einsamkeit, Existenzangst und Sorgen um die Gesundheit lassen bei vielen Menschen nur schwer weihnachtliche Vorfreude aufkommen.

Wir möchten Ihnen zeigen: Sie sind nicht alleine. In unserem Video-Adventskalender erzählen verschiedene Menschen, was sie selbst tun, um es für sich oder für andere ein wenig heller zu machen. Wir hoffen, Sie finden hier genau die Inspiration die es braucht, damit es im Alltag auch für Sie etwas heller wird.

 

Bitte beachten Sie: Falls Sie externe Cookies abgelehnt haben, kann es zu Darstellungsschwierigkeiten der Videos im Adventskalender kommen. In diesem Fall können Sie hier Ihre Cookie-Einstellungen einsehen und ändern.

Alternativ können Sie die Videos auch direkt in unserem YouTube-Kanal ansehen!

 

 

 

 

 

 

Katholisch in Köln-Mitte wünscht allen Menschen ein helles, friedliches und besinnliches Weihnachtsfest.

 

gloria et pax

Nur gute Nachrichten

Damit's heller wird, finden Sie  an dieser Stelle über die ganze Advents- und Weihnachtszeit nur gute Nachrichten - liebevoll ausgewählt und aufbereitet von unseren Partnern vom DOMFORUM

 

Dombauhütte Köln freut sich über den Eintrag des Bauhüttenwesens in das UNESCO-Register Guter Praxisbeispiele

dombauhütte
Am Donnerstag, den 17. Dezember 2020, wurde das Bauhüttenwesen durch den zwischenstaatlichen Ausschuss der UNESCO zum Immateriellen Kulturerbe in das Register Guter Praxisbeispiele aufgenommen. Die Bewerbung war von 18 Bauhütten aus Deutschland, Frankreich, Norwegen, Österreich und der Schweiz eingereicht worden.

In einer gemeinsamen Presseerklärung und auf einer eigens neu eingerichteten dreisprachigen Website (www.bauhuetten.org | www.ateliersdecathedrales.org | www.cathedral-workshops.org) stellen die 18 beteiligten Bauhütten sich, das Bauhüttenwesen und ihren gemeinsamen Weg zur Eintragung in das Register Guter Praxisbeispiele in Text, Bild und Film vor. 

Dombaumeister Peter Füssenich freut sich über die Entscheidung der UNESCO: "Wir sind für die internationale Anerkennung, die unsere Tätigkeit durch die Eintragung des Bauhüttenwesens in das Register Guter Praxisbeispiele erhält, dankbar. Die europäischen Bauhütten können auf eine bis in das 12. Jahrhundert reichende Tradition zurückblicken. Im Mittelalter entstanden sie, um die gewaltigen gotischen Kathedralen und andere Großkirchen, die ausgehend von Frankreich in ganz Europa in den Himmel wuchsen, zu errichten. Dabei gingen sie oft an die Grenzen des technisch Möglichen. Sie begannen Unternehmungen, von denen sie wussten, dass es viele Generationen brauchen würde bis sie Wirklichkeit werden.  Heute sorgen die Bauhütten mit ihrem handwerklichen und restauratorischen Wissen und Können dafür, dass diese kühnen aber gegenüber Naturgewalten und Schadstoffen auch empfindlichen Denkmäler der Nachwelt erhalten bleiben. Bis heute stehen die Bauhütten in der Tradition ihrer mittelalterlichen Vorläufer und geben ihr unschätzbares Fachwissen und ihre Traditionen von Generation zu Generation weiter. Handwerker der verschiedensten Gewerke, Restauratoren, Architekten, Archäologen und Kunsthistoriker arbeiten eng vernetzt zusammen, um die herausragenden Bauten künftigen Generationen zu bewahren.  Von Vorteil ist es dabei, dass die Mitarbeiter, die über viele Jahre für ein Bauwerk arbeiten und sich mit diesem geradezu identifizieren, neu auftretende Probleme am Bau sofort erkennen und kleine Mängel schnell beheben können, ehe sie zu größeren Schäden heranwachsen. Traditionelles Wissen steht wie bereits im Mittelalter neben Innovation. Diese ist heute vor allem gefragt, wenn es darum geht, neue Wege zur Konservierung der historischen Baumaterialien auszuloten. Die Bauhütten stehen auch international in einem regen wissenschaftlichen und handwerklichen Austausch, um von dem Wissen und den Erfahrungen der anderen zu profitieren. Der länderübergreifende Austausch zwischen den Bauhütten ist bei unseren Bauhütten gut geübte Praxis. Wir arbeiten eng zusammen und tauschen uns über unsere Erfahrungen aus. Wir haben keine Berufsgeheimnisse voreinander und verstehen uns nicht als Konkurrenz, sondern lernen voneinander. Auch mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen besteht eine rege Zusammenarbeit.“

Auch Dompropst Msgr. Guido Assmann freut sich über die Entscheidung des zwischenstaatlichen Ausschusses der UNESCO: „Ich bin immer wieder beeindruckt von der Leidenschaft, Akribie und Expertise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Dombauhütte, wenn ich ihnen in ihren Werkstätten oder auf den Baustellen am Dom über die Schulter schauen darf. Das Wissen, das in der Kölner Dombauhütte über Jahrhunderte weitergegeben und stetig vertieft und aktualisiert wird, kann man nicht genug wertschätzen. Durch die Vision und das Know-how von Bauleuten ist in Köln eine vollkommene Kathedrale erdacht und vollendet worden. Und Bauleute sind es, die sie bis heute pflegen und stetig erneuern. Nun ist das Bauhüttenwesen als Immaterielles Kulturerbe in das Register Guter Praxisbeispiele aufgenommen worden. Ich freue mich mit allen, die sich dafür stark gemacht haben, und nehme es zum Anlass, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Dom- und Münsterbauhütten für ihren unschätzbaren Dienst zu danken und weiterhin Gottes Segen zu wünschen.“

Von: Matthias Deml, Dombauhütte Köln

 

Ein Wald für Köln: Dritter Spenderwald entsteht in Köln-Lindweiler

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“Ein Wald für Köln” ist ein Projekt der Stadt Köln und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V.. Jeder kann ab vier Euro ein kleines Stück Wald erschaffen.

 

Nachdem in Junkersdorf und Merheim mit Spenden der Kölner Bevölkerung neue „Klima-Wälder für Köln“ aufgeforstet wurden, wird nun, auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche in Lindweiler ein dritter, diesmal 26.000 Quadratmeter großen Wald angelegt. Dieser Wald soll einen Beitrag zur Verbesserung des Klimas in dem bisher waldarmen Stadtteil leisten. Bei der Aufforstung werden die Baumarten gepflanzt, die im Waldlabor Köln getestet werde. Diese Arten vertragen Trockenheit besonders gut, eine Eigenschaft, auf die es beim Klimawandel in hohem Maße ankommt. Der neue Wald wird daher beispielhaft zeigen, welche Baumarten sich künftig für Stadtwälder eigenen, wenn es immer wärmer und trockener wird. Zum Projekt gehört auch das Pflanzen von heimischen Sträuchern und seltenen Wildobstarten an den Rändern. Daher wird sich der dritte Klima-Wald schon nach kurzer Zeit zu einem abwechslungsreichen Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere entwickeln. Auf einem Pfad, der auf einem Wiesensaum am Waldrand entlangführt, können Erholung Suchende den künftigen Wald mit allen Sinnen erleben.


Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. bietet gemeinsam mit der Stadt Köln allen Bürger*innen die Möglichkeit, die Anlage des Waldes mit einer Spende zu unterstützen. Ein Quadratmeter kostet 4,00 Euro, für 150 Euro können 25 Quadratmeter Wald angepflanzt werden. Gleichzeitig wird ein Messingschild mit dem Namen des Spenders, dem Anlass für die Spende und der Größe des gesponserten Waldstücks an einer Holz-Stehle angebracht.

Quelle: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. 

 

Obdachlosen-Projekt: "Jeder Mensch verdient Wärme"

Bas Timmer, Modedesigner
Bas Timmer, Modedesigner
Der "Shelter-Suit" des niederländischen Jungdesigners Bas Timmer hat es in sich: Der Overall-Schlafsack hält im Winter warm, verhilft benachteiligten Menschen zu Arbeit - und schont die Umwelt. 

Der Niederländer Bas Timmer hat Modedesign in Arnheim studiert und wollte mit seinen Kreationen die Laufstege der Welt erobern. Seine Kollektionen: vor allem dicke, wärmende Winterkleidung. Bis vor sieben Jahren der Vater zweier Freunde obdachlos auf der Straße erfror, weil die Notschlafstelle keinen freien Schlafplatz mehr hatte.

Dieser Schicksalsschlag habe etwas in ihm ausgelöst, berichtet Timmer: "Es ist erschreckend, dass wir eine gigantische Textilindustrie haben und jeden Tag Millionen von Kleidungsstücken in der Verbrennungsanlage verschwinden, wir aber trotzdem nicht alle Menschen warm halten können."

In seinem Atelier hat er daraufhin die schicken Designs gegen "Streetwear" eingetauscht - im wahrsten Sinne des Wortes: Er kreierte einen warmen und wasserabweisenden Schutzschlafsack mit raffinierten und praktischen Details wie einer großen Kapuze und integriertem Schal. Das Gesamtwerk ist eine dicke Jacke, Schlafsack und Tasche in einem: warm, praktisch und leicht zu transportieren für Obdachlose und seit kurzem auch für Flüchtlingskinder in Moria.

Genäht wird die Schutzkleidung von Menschen, die selbst geflüchtet sind oder auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance hätten. Den ganzen Tag über rattern in einer ehemaligen Motorradfabrik in Enschede im Osten der Niederlande Nähmaschinen und Waschmaschinen im Duett. Alles muss erst gewaschen werden, bevor es neues Leben eingehaucht bekommt. Verarbeitet werden recycelte Zeltplanen für die Außenhülle und gespendete Schlafsäcke als Innenfutter - das macht die Bestandteile sowohl funktionell als auch umweltfreundlich. Die Stoffe, die in der ehemaligen Motorradfabrik verarbeitet werden, stapeln sich in einer Ecke.

In der Näherei stehen 20 Tische mit Nähmaschinen. Überall rattert und surrt es. 19 der überwiegend syrischen Näher kann Timmer den Mindestlohn bezahlen. Moumin Alibibi zum Beispiel, der auf einem großen Tisch die Unterteile für die Shelter-Suits zuschneidet. Dazu trennt er gespendete Schlafsäcke auf.

Der 24-Jährige hat in seiner Heimat Syrien in der Kleiderfabrik seines Vaters mitgearbeitet. Auf der Flucht hat er selbst erlebt, wie es ist, schutzlos im Freien übernachten zu müssen. "Es ist schön, jetzt Leuten zu helfen, die selbst kein Dach über dem Kopf haben", sagt er.

Von: Gudrun Engel, ARD-Studio Brüssel, 13.12.2020

Europaweit Wasser für alle

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Sauberes, schadstofffreies Trinkwasser muss in der EU künftig allen zugänglich sein - kraft einer neuen Verordnung des EU-Parlaments. Das "Recht auf Wasser" ist der Erfolg einer Bürgerinitiative.

 

Mehr öffentliche Trinkbrunnen, schärfere Qualitätskontrollen, weniger Plastikmüll: Mit der am Dienstag vom Europäischen Parlament beschlossenen Reform der EU-Trinkwasserrichtlinie will die EU das Vertrauen der Menschen ins Leitungswasser stärken. Die Grenzwerte für Schadstoffe wie Blei oder für Bakterien wie Legionellen werden gesenkt - und für sogenannte Hormongifte wie den Weichmacher Bisphenol-A werden zum ersten Mal Obergrenzen eingeführt, das gilt auch für Mikroplastik.

Europastaatsminister Michael Roth als Vertreter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hält die Reform der Wasserrichtlinie nach 20 Jahren für überfällig. "Wir stimmen sicherlich - egal wo wir politisch stehen und welche Institution wir vertreten - darin überein, dass sauberes, gesundes Wasser die wichtigste Grundlage für ein gutes Leben ist."

Die europäischen Mitgliedsstaaten müssen ihren Bürgern künftig den Zugang zu sauberem Trinkwasser einfacher machen. Vor allem denen, die besonders viel Schutz brauchen oder ausgegrenzt sind - wie etwa Obdachlose. Aktuell haben eine Million Menschen in Europa kein frisches Wasser, acht Millionen keine sanitären Anlagen. Das sei ein Grund zu großer Sorge und müsse ein Weckruf sein für die Politik in ganz Europa, betonte die schwedische Sozialdemokratin Jytte Güteland.

In den Innenstädten soll es demnächst mehr frei zugängliche Zapfstellen geben. Außerdem müssen die Mitgliedsländer in öffentlichen Gebäuden für kostenlose Wasserspender sorgen. Laut EU-Kommission können die Haushalte in Europa jedes Jahr mehr als 600 Millionen Euro sparen, wenn sie weniger Flaschenwasser verbrauchen und stattdessen Leitungswasser trinken. Dadurch würde auch deutlich weniger Plastikmüll anfallen.

"Wir bekommen europaweit öffentliche Trinkbrunnen, und die Mitgliedsstaaten werden verpflichtet, alle notwenigen Maßnahmen zu ergreifen, um genachteiligten Gruppen einen besseren Zugang zu Wasser zu ermöglichen", kündigt der SPD-Abgeordnete Tiemo Wölken an.

Restaurantbesitzer und Kantinenbetreiber werden aufgerufen, ihren Gästen Leitungswasser anzubieten - entweder umsonst oder gegen kleines Geld. Die Versorgungsunternehmen müssen ihre Kunden transparenter über Verbrauch und Kosten informieren und mehr gegen Wasserverluste tun.

Sven Giegold, der Verhandlungsführer der Grünen, spricht von einem Meilenstein - und erinnert daran, wer den Anstoß dazu gegeben hatte. "Wir haben es den Bürgerinnen und Bürgen zu verdanken, die 1,8-millionenfach die europäische Bürgerinititative 'Recht auf Wasser' unterschrieben haben. Und es war diese Bürgerinitiative, die uns alle zum Jagen getragen hat."

Die Forderung nach "Right2Water", also einem Recht auf Wasser, war 2013 die erste erfolgreiche europäische Bürgerinitiative. Die Mitgliedsstaaten der EU haben jetzt zwei Jahre Zeit, um die neuen Regeln einzuführen.

Text: Stephan Ueberbach, ARD-Studio Brüssel, 17.12.2020

 

Sternsinger dürfen zum neuen Jahr draußen singen

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Sternsinger dürfen in Nordrhein-Westfalen Anfang 2021 wieder von Haus zu Haus ziehen, müssen dabei aber die Hygieneregeln in der Corona-Pandemie einhalten. Das Kindermissionswerk Die Kinder sollen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, den Segensspruch mit Abstand vor den Haustüren aufsagen und die Spende kontaktlos entgegennehmen. „Dazu nutzen sie eine Art Kescher, eine Sammeldose oder einen Beutel an einem Stock“, sagte Pfarrer Dirk Bingener, der Präsident des Kindermissionswerks. Den Segen sollen die als Könige verkleideten Kinder erst an die Tür schreiben, wenn die Menschen bereits wieder im Haus sind.

Nach Angaben der Sternsinger gilt für NRW als Vorgabe ein 13-Punkte-Plan: Darin sind unter anderem die Rückverfolgbarkeit der Kontakte, der Mindestabstand, die maximale Größe von fünf Personen pro Gruppe und das Singen ausschließlich im Freien festgelegt. Die Sternsinger sollen den Menschen vor der Tür oder im Treppenhaus begegnen und Abstand halten. Senioren- und Pflegeheime sowie Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen sollen sie gar nicht betreten. Stattdessen versammeln sie sich vor der Tür oder in einem Innenhof, um zu singen und den Segen zu erbitten. Ihr Segen „C+M+B“ verkürzt einen lateinischen Spruch und bedeutet „Christus segne dieses Haus“.

2018 hatten die Sternsinger deutschlandweit über 50 Millionen Euro gesammelt, allein in NRW kamen rund 12,7 Millionen Euro zusammen. Mit dem Geld unterstützt das Kindermissionswerk weltweit Projekte für Kinder und Familien auch anderer Konfessionen und Religionen.

Das Sternsingen zählt zu den ältesten katholischen Bräuchen. Es wurde 2015 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Nach Angaben des Kindermissionswerks ist es die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit.

Quelle: Westfälische Nachrichten 7.12.2020

Weihnachtliches aus dem Kölner Dom

Theresa Nelles
Theresa Nelles

Vier Nächte lang den Dom für sich allein haben, davon träumen mit Sicherheit einige Kölner, die ihr Wahrzeichen lieben. Für Theresa Nelles war das diesen Sommer Realität. Denn hier nahm die Kölner Sopranistin gemeinsam mit dem Domorganisten Winfried Bönig die neu erschienene CD „Romantische Weihnacht im Kölner Dom“ auf: 18 weihnachtliche Stücke aus der Epoche der Romantik – mit Komponisten wie Engelbert Humperdinck, Jean Huré, Hugo Wolf oder Peter Cornelius. „Da ist von allem etwas dabei: Besinnliches und Geistliches, aber auch Augenzwinkerndes und Jauchzendes, das einem vermitteln soll, dass endlich Weihnachten ist“, sagt Nelles. 

Die Musiker begaben sich erst ans Werk, als die Türen für die Besucher abends geschlossen wurden. „Der Tontechniker musste ab 21 Uhr dann erst die meterhohen Mikrofone im gesamten Dom verteilen, vor 23 Uhr konnten wir also nicht anfangen aufzunehmen“, erzählt die 38-Jährige, die Gesang an der Musikhochschule Köln studierte. „Dann haben wir bis drei oder vier Uhr nachts aufgenommen… Es war schon seltsam, in Sommerkleidung in den Dom zu gehen und da Weihnachtslieder zu singen. Aber das schöne Licht der Dämmerung durch Gerhard Richters Fenster zu erleben, ist einfach traumhaft schön. Zumal ich mich im Dom einfach immer zu Hause fühle.“ Nelles ist seit ihrer Kindheit musikalisch mit dem Dom verbunden: Sie besuchte zehn Jahre lang den Mädchenchor.

Quellen: Kölner Stadt-Anzeiger 7.12.2020; www.theresanelles.de

Briefe gegen die Einsamkeit

lüneburg

Die niedersächsische Stadt Lüneburg hat sich eine besondere Aktion überlegt, um Seniorinnen und Senioren in der Corona-Zeit zu überraschen.

 

Viele alte Menschen sind zurzeit allein zuhause. Die Pandemie verstärkt die Einsamkeit: Kein Plausch mehr mit den Nachbarn, kein Kaffeetrinken mit der guten Freundin, Familienbesuch bleibt aus. Gerade in der Adventszeit fühlen sich viele Seniorinnen und Senioren einsam. Der Senioren- und Pflegestützpunkt für Stadt und Landkreis Lüneburg möchte dem mit einer kleinen Aktion entgegenwirken und lädt zum Mitmachen ein.
 
Die Idee: Menschen schreiben ein Gedicht, gute Wünsche, einen aufmunternden Brief, formulieren Gedanken oder malen ein Bild für alte Menschen –  als Signal der Verbundenheit. Mit der Briefaktion werden Seniorinnen und Senioren aus dem Lüneburger Stadtgebiet dann mit der Post überrascht.
 
„Wir wollen in dieser schwierigen Zeit den Menschen eine kleine Freude machen und ein Zeichen dafür setzen, wie wichtig es ist, zusammenzuhalten und einander nicht zu vergessen“, sagt Sozialdezernentin Pia Steinrücke zu der Aktion, welche aus dem Team des Projektes „Dabei sein im Alter!“ und der Stadtteilorientierten Seniorenarbeit organisiert wird. Die Mitarbeiterinnen übernehmen die Funktion des Postboten und leiten die Briefe weiter.

 

Quelle: www.hansestadtlueneburg.de

 

 

Adventspost für den Briefträger

Der Brief an den Briefträger
Der Brief an den Briefträger

Martina Reuter, Mitarbeiterin des Kölner DOMFORUMs, berichtet von einem bewegenden Adventsmoment

Durch die viele Zeit, während ich wegen Corona zu Hause arbeitete bzw. nicht täglich vor Ort im DOMFORUM war, habe ich erfahren, wer uns eigentlich die tägliche Post nach Hause bringt - jeden Tag um die gleiche Zeit bei Wind und Wetter mit seinem E-Bike.

Ich verschicke jedes Jahr an liebe Menschen zu Beginn der Adventszeit meine persönliche Adventspost. Der Advent ist gerade in diesem Jahr für mich etwas Besonderes, weil ich ihn bewusst wahrnehmen darf. Aus meiner Kindheit erinnere ich mich, dass meine Mutter dem Briefträger zu Weihnachten ein Geschenk gemacht hat. Das fand ich immer sehr schön Ich fand Gefallen an der Idee, unserem Briefträger mal einen Brief zu geben, meine persönliche Adventspost.

Am 1. Dezember, es regnete und war sehr kalt, gab ich ihm den Brief. Er guckte mich an und sagte mit Tränen in den Augen: „Dass Sie an mich denken, danke.“ Er wiederholte den Satz und sagte dann noch: „Mein Vater ist vor zwei Tagen gestorben und meine Mutter vor einem halben Jahr.“

Das war ein sehr bewegender Moment, der keine weiteren Worte brauchte. Mir wurde klar, dass die Botschaft meiner Adventspost „angekommen“ ist.

Nicht nur der Papst trug rote Schuhe

Auktion

Versteigerung der roten Turnschuhe von "Kasalla" für guten Zweck

Mit ein paar "Devotionalien" etwas Gutes tun: Signierte Turnschuhe der Kölner Band "Kasalla" und ein Paar goldener Boxhandschuhe von Olympiasieger Torsten May kommen bei einer Sozialauktion unter den Hammer. 

Bei der Online-Versteigerung vom 7. bis 13. Dezember würden weitere Artikel wie etwa ein Köln-Ortsschild mit den Unterschriften der "Bläck Fööss" oder ein Stück Sandstein aus dem Kölner Dom versteigert, teilte die Katholische Jugendagentur (KJA) Köln am Montag mit.

Der Auktionserlös komme einem Frühstücksmobil zugute, hieß es. Ab dem kommenden Schuljahr soll das Fahrzeug Kinder mit einem Pausensnack versorgen, die ohne Frühstück aus dem Haus gehen müssen. Das Projekt setzt die KJA Köln mit der "Helfen ist Gold-Stiftung" um.

Quelle: www.domradio.de / 30.11.2020

Jeden Tag eine gute Tat: Hinter jedem Türchen wartet eine Hilfsorganisation

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Wer noch keinen Adventskalender hat oder noch schnell einem lieben Menschen eine Freude machen will, kann mit dem 24 Gute Taten Kalender viel Gutes tun. 2020 gehen die Macher des Charity-Adventskalenders bereits in die zehnte Runde. Das Konzept dahinter ist einzigartig: Wer dabei sein möchte, kann auf der Website des Vereins Geld für die 24 guten Taten spenden. Als Dank erhalten die Spenderinnen und Spender einen der "24 GUTE TATEN Adventskalender" direkt nach Hause geschickt. 

Statt der täglichen Schokoladenration oder einem weihnachtlichen Bildchen wartet hinter diesen Türchen etwas anderes. Jeden Tag gibt es eine neue Botschaft darüber, was mit dem Spendengeld konkret bewirkt werden konnte. Dann heißt es zum Beispiel: "Guten Morgen! Heute hast du einer Schülerin in Afghanistan 3 Minuten Informatikunterricht ermöglicht." 

Durch die Spendeneinnahmen 2019 konnten unter anderem auch 17.910 Kilogramm Plastikmüll aus deutschen Flüssen entfernt, sowie 4.179 Stunden Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder angeboten werden. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 30.910 Adventskalender verschickt. 

"Unsere Spenderinnen und Spender sollen sich die ganze Adventszeit darüber freuen können, was sie mit ihren 24 Euro Gutes getan haben. Dabei ist uns im Verein besonders wichtig, die einzelnen Projekte und die damit verbundenen guten Taten konkret zu benennen: Wie viele Bäume wurden gepflanzt, wie viele Impfungen durchgeführt, wie viele Minuten Schulunterricht ermöglicht? Jeder soll genau nachvollziehen können, wo und wie genau die Unterstützung eingesetzt wurde.", beschreibt Gründer Sebastian Wehkamp die Idee. 

Welche Projekte es in den Adventskalender schaffen, entscheidet sich in einem mehrstufigen Bewerbungsprozess, in dem ein Expertenbeirat die letzte Kontrollinstanz bildet. Art und Standort der gemeinnützigen Projekte sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass die Projekte transparent und nachhaltig sind und eine sinnvolle Wirkungsorientierung zeigen. Seit der Gründung des Vereins wurden bereits 216 Projekte in 57 Ländern weltweit unterstützt. Über die Art der Projekte, die einzelnen erwirtschafteten Summen sowie die Erfolge aus den guten Taten klärt der Verein auf seiner Website detailliert auf. 

Quelle: www.presseportal.de

Veedels-Buchhändler im Glück

In der Corona-Krise haben viele ihre Liebe zum Lesen wiederentdeckt

 

In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Toilettenpapier kann darauf keine Antwort geben. Seit Beginn der Corona-Pandemie findet deswegen noch ein anderer Artikel reißenden Absatz: Bücher. Vor allem Sachbücher über große gesellschaftliche Fragen wie Maja Göpels Bestseller „Unsere Welt neu denken“. Aber natürlich auch Romane und ganz viele Kinderbücher. Von 25 bis 30 Prozent mehr Umsatz berichten Kölner Buchhändler. Und das hat auch damit zu tun, dass Buchhandlungen ein Ort des Austauschs sind. Ein öffentliches Wohnzimmer sozusagen. (…) Die Menschen fühlen sich durch Corona viel stärker mit ihrem Viertel verbunden, erzählt Esther Giese, der der „Buchladen Sülzburgstraße“ gehört. (…) „Ein bisschen Seelenbalsam“ sei das Geschäft für die Kunden in dieser schwierigen Zeit, sagt die Buchhändlerin. 

Quelle: Kerstin Meier / Kölner Stadt-Anzeiger 28./29.11.2020

 

Obdachlosigkeit soll bis 2030 beendet werden

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Das Europaparlament in Straßburg hat das Ziel ausgerufen, Obdachlosigkeit in der EU bis 2030 abzuschaffen. Dazu fordern die Abgeordneten ein entschiedenes und besser abgestimmtes Vorgehen der EU-Institutionen und Mitgliedsstaaten, wie aus einer (…) verabschiedeten Resolution hervorgeht. Darin heißt es, EU-Länder sollten dringend langfristige nationale Strategien entwickeln. Nach Angaben der Parlamentarier gibt es mehr als vier Millionen obdachlose EU-Bürger. 

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger 25.11.2020

 

Fischhaut heilt verbrannte Waldtiere

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Bei den Urwaldbränden in Brasilien starben unzählige Tiere. Die, die mit Verbrennungen überlebten, können Ärzte heilen - mit einer Therapie, die bisher nur bei Menschen angewandt wurde

Auf einem Metalltisch wird Ameisenbär Manuel Fritz in den OP-Saal geschoben. Diesen Namen hat ihm Tierärztin Behatriz Odebrecht gegeben, als man ihr das Tier mit blutenden Brandwunden an den Pfoten übergeben hatte. Manuel Fritz hatte sich auf dem glühend heißen Waldboden in Brasiliens Bundesstaat Minas Gerais die Pfoten verbrannt. Vor der Behandlung mit Fischhaut vergräbt das dreijährige Tier seinen Rüssel unter dem langen Fell. Es hat Schmerzen.

Für Odebrecht beginnt jetzt Neuland: Sie probiert an Manuel Fritz eine neue Therapie für Wildtiere aus. Bislang hat die Wissenschaftlerin der Universität Ceará vor allem die Haut von Menschen mit Verbrennungen mit der Haut des Tilapia-Barsches behandelt. Nun jedoch - nach den massiven Waldbränden 2020 im brasilianischen Amazonas- und im Pantanal-Feuchtgebiet - versucht Odebrecht auch Wildtiere zu retten. "Wir dachten: 'Wenn es bei Menschen funktioniert, wieso soll es nicht auch bei Wildtieren so sein?'"

Dieses Umdenken war nötig geworden, weil die Brände in Brasilien im zweiten Jahr in Folge Rekordmarken erreicht haben. Vor allem im Feuchtgebiet Pantanal wüteten in diesem Jahr die schlimmsten Brände seit mehr als 50 Jahren. Weil in der Regenzeit extrem wenig Niederschläge registriert wurden, stiegen die Flüsse nicht wie üblich über die Ufer. Als dann Farmer ihre Felder zur Vorbereitung der nächsten Saison abbrannten, wie es in dieser Gegend üblich ist, gerieten die Brände schnell außer Kontrolle.

Wegen der Winde, die immer zur Mittagszeit aufkommen, überwanden die Flammen sogar Flüsse. Allein in diesem Jahr zerstörten sie eine Fläche von der Größe Nordrhein-Westfalens. Die Rettungskräfte waren völlig überfordert. Auch, weil die Bolsonaro-Regierung Mittel für Brandschutzmaßnahmen in diesem Jahr reduziert hatte.

Die Opfer sind Affen, Tapire und Ameisenbären, die in den Flammen die Orientierung verloren und nicht rechtzeitig fliehen konnten. Sie verbrannten qualvoll. Manuel Fritz konnte gerettet werden und muss nun für die Behandlung betäubt werden - und wird mit Hilfe eines Schlauches am Ende seines Rüssels beatmet. Während Odebrecht die Fischhaut zuschneidet, schaut ihr in der Tierklinik von Uberaba ein halbes Dutzend Ärzte über die Schulter, um diese neue Heilmethode zu erlernen. "Tilapia-Fischhaut ist sehr proteinreich, schließt die Wunde ab, hält das Gewebe feucht und verhindert mikrobiologische Entzündungen", erklärt Odebrecht.

Zur gleichen Zeit laden am Ufer des Flusses Rio Paraguay freiwillige Tierschützer Kürbisse und Bananen auf ihre Boote. Sie wollen trotz brütender Hitze aufbrechen, um hungernde Wildtiere zu versorgen. "Ich arbeite seit 40 Jahren in dieser Region", sagt Vogelkundler Douglas Trent, "aber noch nie habe ich ein solches Desaster erlebt. Es bricht mir das Herz, weil ich weiß, dass die Tiere seit diesen schlimmen Bränden leiden."

Mit ihren Booten fahren sie tief hinein ins Pantanal-Feuchtgebiet, einer der artenreichsten Regionen der Erde. Douglas erkennt sofort, welche Katastrophe sich bis vor wenigen Wochen hier abgespielt hat. Überall zeichnen sich verbrannte Urwälder am Ufer ab: verkohlte Baumstämme. Ganze Landstriche wurden von den Flammen vernichtet. Deshalb finden die Tiere kaum noch Nahrung. Die Tierschützer zerstückeln die mitgebrachten Papayas und Maniok-Wurzeln und schütten Maismehl auf dem trockenen Urwaldboden aus. "Die Tiere hungern", sagt Trent, der Gründer der Tierschutz-Organisation "Bichos do Pantanal". "Deshalb müssen wir alle drei Tage neues Futter herbringen."Sie installieren an der Futterstelle Kameras mit Bewegungsmeldern, um zu ermitteln, wie viele Tiere das Flammeninferno überhaupt überlebt haben. Kurz darauf bei der Weiterfahrt ein Lichtblick: Am Ufer tauchen erst Wasserschweine auf, dann ein Tapir und zu guter Letzt die Königin des Pantanal: ein ausgewachsenes Jaguar-Weibchen, das am Ufer faulenzt. Dieser Moment ist für Trent etwas Besonderes.

In der Tierklinik von Uberaba bedeckt Odebrecht die letzte wulstige Pfote von Manuel Fritz mit Fischhaut. Nachdem alles passgenau aufgetragen wurde, kommt ein Verband drauf. "Sobald seine Pfoten vollständig verheilt sind, löst sich die Fischhaut von alleine ab", erklärt sie. "Sie verklebt nie mit der Wunde." Kurz darauf ist der Ameisenbär wieder putzmunter und tapst mit dem Verband noch etwas hilflos umher. Bald schon kann er wieder ausgewildert werden - dank der neuen Therapie, die derzeit überall in Brasilien angewandt wird.

Quelle: Matthias Ebert, ARD-Studio Rio de Janeiro

https://www.tagesschau.de/ausland/tiere-waldbrand-rettung-101.html