Wofür brennt mein Herz?

25.06.20 14:35
  • Impulse
Pfr. Dr. Dominik Meiering
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Liebe Schwestern und Brüder, liebe Gemeinde,


Menschen sind ja unterschiedlich. Die einen sagen: „Jetzt lasst uns mal abwarten, was passieren wird. Vieles ist noch unklar, lasst uns nichts übers Knie brechen.“ Und mancher Kirchenmensch sagt noch dazu: „Wir müssen dem Geist Gottes auch Raum geben, mal abwarten, was passieren wird jetzt in diesem Sommer. Und dann schauen wir mal weiter.“ Die anderen sagen: „Jetzt lasst uns anfangen, lasst uns loslegen, lass uns tun was zu tun ist bis an die Grenzen dessen, was uns erlaubt ist.“
Ich habe Verständnis für beide Positionen und muss doch bekennen: die zweite Position imponiert mir, weil dahinter Menschen stecken, die sagen: „Ich will was, ich will was erreichen, ich möchte was, ich habe einen leidenschaftlichen Eifer, eine Begeisterung dafür!“
Wir feiern in jeder Eucharistiefeier, dass Jesus eine solche Leidenschaft für uns Menschen hat. Sie geht so weit, dass er zu leiden bereit ist und sein Herzblut investiert, sein Herz im wahrsten Sinne des Wortes durchbohren lässt und einsetzt. Er mag uns, wir liegen ihm am Herzen. Jesu Herz brennt für die Menschen.
Vielleicht können wir uns in dieser Woche ja mal fragen: „Wofür brennt mein Herz? Was liegt mir am Herzen? Gibt es etwas, wo ich bereit bin zu sagen: „Ja, dafür setze ich mich ein, dafür investiere ich mich, da bin ich auch bereit Leidenschaft für zu entwickeln?“
Wer nicht bloß Verwalter der Dinge sein will, wer Dinge verändern möchte, der braucht Herzblut und Leidenschaft. Vielleicht haben wir ja für das eine oder andere Thema Herzblut und Leidenschaft. Ich hoffe das. Und ich wünsche mir das.

Ihr Pfr. Dr. Dominik Meiering