Marianische Segensgrüße

Nachdem wir mit dem Pfingstfest den Österlichen Festkreis als den Höhepunkt des Liturgischen Jahres beendet haben, schließen sich noch einige Feiertage, die sogenannten Ideenfeste an, die aus den Festen und Festzeiten des Liturgischen Jahres ein zelne Aspekte herausstellen. Am Dreifaltigkeitssonntag haben wir die Zusammenfassung unseres christlichen Glaubens an Gott bekennen dürfen, der in sich und für uns liebender Austausch und Hingabe ist. Das Fronleichnamsfest bezieht sich auf den Gründonnerstag, an
dem Jesus in Brot und Wein sich selbst den Aposteln schenkt: Das ist mein Leib, für euch hingegeben, das ist mein Blut, das für

euch und für Viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Aus der Stille der Karwoche heraus lässt die Kirche den Dank und Jubel für das Geschenk der Eucharistie erklingen, aktualisiert in jedem heiligen Messopfer und in der bleibenden Gegenwart des Herrn im Ta-
bernakel, vor dem wir anbetend verweilen dürfen und ihn in eucharistischer Andacht und Prozession und den regionalen Bräuchen ver-
ehren. Leider können wir das in der gegenwärtigen Situation nur sehr eingeschränkt vollziehen, aber alles in unseren Möglichkeiten ste-
hende zur größeren Ehre Gottes einbringen.

Am 11. Sonntag im Jahreskreis ruft Jesus uns im Evangelium zu: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

Am Freitag danach feiert die Kirche das Hochfest des Allerheiligsten Herzens Jesu, das den Karfreitag aufgreift und uns auf Golgota versetzt. An diesem Festtag findet im Kölner Dom, unserer Bischofskirche, die heilige Priesterweihe statt, die unser Erzbischof, Seine Eminenz Rainer Maria Kardinal Woelki an sieben Männer erteilen wird. Ich empfehle sie alle unserem Gebet. Bevor Jesus am Kreuz den Geist aus hauchte und der Soldat seine Seite mit der Lanze durchbohrte, aus der But und Wasser hervorflossen, hatte er dem Jünger, den er liebte, seine Mutter anvertraut und seine Mutter dem Apostel. Damit hat er auch uns alle, seine apostolische Kirche der Liebe und Fürsprache seiner Mutter überantwortet. So begeht die Kirche in der Konsequenz dieses Geschehens am Samstag nach dem Herz-Jesu-Fest das Fest des Unbefleckten Herzens Mariä. „Cor ad cor loquitur“ sagt ein lateinisches Sprichwort. „Das Herz spricht zum Herzen“. Lassen wir uns so in dieses herzliche Verhältnis hineinnehmen und die Liebe der Herzen Jesu und Mariä in uns lebendig werden und durch uns ausstrahlen.

Mit herzlichen christlich-marianischen
Segensgrüßen

Pastor Thomas Vollmer