Sonntag geistlich als Hauskirche begehen

Für viele Christen ist es auch weiterhin nur möglich die hl. Messe bei einer Gottesdienstübertragung in Fernsehen, Radio oder Internet mitzufeiern. Um dieser Feier den ihr zustehenden Rahmen zu geben haben wir folgende Anregungen:

  • Planen Sie genügend Zeit ein, gehen Sie in einen ruhigen Raum, in dem Sie nicht von Handy oder Telefon abgelenkt werden (oder schalten Sie die Geräte für diesen Zeitraum ab), nehmen Sie das Gotteslob zur Hand und zünden Sie eine Kerze an.
  • Feiern Sie, wenn es Ihnen möglich ist, mit den Menschen, mit denen Sie zusammenwohnen, um die Gemeinschaft eines Gottesdienstes zu erleben.
  • Auch vor dem Fernseher, Bildschirm oder Radio kann man, wie man es auch in der Kirche tun würde, aufstehen und knien. 
  • Leider ist es bei dieser Art der Messfeier niemandem von uns möglich, die hl. Kommunion zu empfangen. Unser Erzbischof Rainer Kardinal Woelki sagt dazu: "Im Augenblick der Kommunion bleiben die Mitfeiernden zuhause natürlich ausgeschlossen, weil sie nicht hinzutreten können. Aber das, was die Kommunion bewirken will – nämlich die innere Vereinigung mit Christus –, ist auch möglich, wenn sich die Gläubigen zuhause in diesem Augenblick ganz auf Christus ausrichten und sich im Gebet ihm ganz und gar zuwenden. Das nennt man dann traditionell eine geistliche Kommunion." (Dieses Zitat ist der Internetseite des Erzbistums Köln entnommen). 

 

Fünfter Sonntag der Osterzeit

Lesung (Apg 6, 1-7)

In diesen Tagen, als die Zahl der Jünger zunahm, begehrten die Hellenísten gegen die Hebräer auf, weil ihre Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden. Da riefen die Zwölf die ganze Schar der Jünger zusammen und erklärten: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und uns dem Dienst an den Tischen widmen. Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit; ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen. Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben. Der Vorschlag fand den Beifall der ganzen Gemeinde und sie wählten Stéphanus, einen Mann, erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist, ferner Philíppus und Próchorus, Nikánor und Timon, Parménas und Nikolaus, einen Proselýten aus Antióchia. Sie ließen sie vor die Apostel hintreten und diese legten ihnen unter Gebet die Hände auf. Und das Wort Gottes breitete sich aus und die Zahl der Jünger in Jerusalem wurde immer größer; auch eine große Anzahl von den Priestern nahm gehorsam den Glauben an.

 

Evangelium (Joh 14, 1-12)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philíppus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus sagte zu ihm:
Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philíppus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, dann glaubt aufgrund eben dieser Werke! Amen, amen, ich sage euch:
Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere als diese vollbringen, denn ich gehe zum Vater.