Gedanken von Patrick Cellnik

Liebe Apostolaner!

„Wir wollen alle fröhlich sein, in dieser österlichen Zeit!“ – Ist das nicht eine sonderbare Zeit? Wir verbringen viel Zeit hinter verschlos-
senen Türen, in Geschäften stehen zwischen uns Plexiglas-Wände, Menschen sind vonei nander durch Masken verdeckt.

Wie geht es Ihnen? Ich vermisse die Chormusik, die vielen kleinen Begegnungen um unsere Proben herum, die vielen Gespräche, die sich bei der SonntagsMusik ergeben haben. Und – ich erlebe viele Dinge neu: ein Kaffee unter Freunden schmeckt mir plötzlich viel besser, der Spaziergang durch die Natur ist ein guter Ausgleich zu allem digitalen Konsum, den ich mir in der Hektik des „alten“ Alltags nicht gegönnt hätte. Mein Leben läuft auch weiterhin live und in Farbe, weil ich es für mich so möchte.

In dieser Situation kommt Pfingsten doch genau richtig. Hinter verschlossenen Türen saßen die Jünger aus Furcht vor den Juden. Und plötzlich trat Jesus in Ihre Mitte und machte alles anders, alles neu. Lassen Sie sich dieses Erlebnis nicht nehmen. Genießen wir, was wir haben. Genießen wir den Kontakt zu den Menschen in unserem Leben. Schenken wir ein kleines Lächeln. Denn wir sind nicht allein mit unserm Leid. Und wenn man sich das immer wieder vor Augen führt, wird es vielleicht ein bisschen leichter. Für mich ist der Pfingstsonntag immer ein ganz besonders freudiger Tag.

Denn die erste Lesung der Hl. Messe ist hier in Köln aufgrund der Aussprache ein wahres Spektakel: aus Phrygien wird „Früijänn“ und aus Pamphylien wird „Pammfülijänn“. Das treibt mir das Lächeln ins Gesicht.

Lassen Sie sich begeistern, wovon auch immer. Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Pfingstfest.

Ihr Patrick Cellnik
Basilikakantor