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St. Agnes: Frischekur für das Herz des Agnesviertels

Fassade, Technik, Barrierefreiheit: Die Agneskirche wird ab Februar für drei Jahre zur Großbaustelle
Bild Plakat Pfarrversammlung
Datum:
29. Jan. 2026
Von:
Fabienne Malchow

Die Kirche St. Agnes im Kölner Agnesviertel wird nach Karneval zur Großbaustelle. Grund für die mit ca. 13 Millionen Euro veranschlagten Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen sind unter anderem akute Schäden an Fassade und Turm, durch die zuletzt Sicherungsgerüste notwendig wurden. Zudem dringt Regenwasser durch die Fenster ein, die Elektrik im Inneren ist dringend sanierungsbedürftig, die technische Ausstattung der Kirche wird erneuert und für die Pastoral zukunftsfähig aufgestellt. Die Arbeiten sind für eine Dauer von drei Jahren geplant und werden in zwei Bauabschnitten stattfinden. Die Kirche bleibt während dieser Zeit durchgehend in Teilen geöffnet.


„St. Agnes ist nicht nur ein Kirchengebäude, sondern ein geistliches und soziales Zentrum für das ganze Veedel. Damit das so bleiben kann, müssen wir jetzt beherzt handeln“, betont Pfarrer Dr. Dominik Meiering. „Die Sanierung ist eine große Herausforderung – aber sie ist eine Investition in die Zukunft dieser Kirche und dieses Viertels.“

 

Geplant sind unter anderem: 

  • die Sicherung von Fassade und Turm,
  • eine vollständige Erneuerung der Elektrik
  • Umstellung der veralteten Heizungsanlage auf Fernwärme
  • neue Beleuchtungs- und Lautsprechertechnik,
  • der Einbau zusätzlicher, erstmals auch barrierefreier Toiletten,
  • sowie die Einrichtung eines Begegnungsraumes im Turmbereich.

Die Gesamtkosten des Projekts, die wesentlich vom Erzbistum Köln getragen werden, belaufen sich auf rund 13 Millionen Euro.

 

Architekt Max Ernst vom Architektuenbüro Ernst aus Zülpich erläutert: „Wir haben es mit einem historisch bedeutenden Bauwerk zu tun, das zugleich den Anforderungen eines lebendigen Kirchen- und Gemeinderaums gerecht werden muss. Unser Ziel ist es, die Substanz nachhaltig zu sichern und St. Agnes technisch und funktional für die kommenden Jahrzehnte fit zu machen.“

 

Trotz der Bauarbeiten bleibt die Kirche geöffnet und teilweise nutzbar, gottesdienstliche Angebote finden weiterhin statt. Möglich wird dies durch eine große Staubschutzwand im Kirchenraum, so dass abschnittsweise gearbeitet werden kann. Die Bauarbeiten im Inneren beginnen nach Karneval. Die Pfarrei ist bemüht, die Beeinträchtigungen für das Veedel so gering wie möglich zu halten.

„Uns war wichtig, dass St. Agnes auch während der Bauzeit ein offener Ort bleibt“, so Meiering. „Kirche im Agnesviertel heißt Nähe – und die wollen wir nicht für Jahre hinter verschlossenen Türen verlieren.“