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Kirchenmusik

Neuer Seelsorgebereichsmusiker

Dirk-Johannes Neumann

Liebe Gemeinde,

mein Name ist Dirk-Johannes Neumann.

Studiert habe ich in Aachen unter anderen bei Anselm Hartmann (Klavier, Musikästhetik) und bei Joachim Neugart (Chorleitung) mit dem Abschluss des B-Examens und in Köln bei Otto-Maria Krämer (Orgelimprovisation) und Reiner Schuhenn (Chorleitung) mit dem Abschluss des Masters Katholische Kirchenmusik. Nach zwei Jahren als Kirchenmusiker in St. Vitus, Visbek, bei Bischof Heinrich Timmerevers bin ich seit 2002 Seelsorgebereichsmusiker in St. Elisabeth und St. Theodor in Köln-Höhenberg/Vingst bei Pfarrer Franz Meurer. In beiden Stellen leitete ich Chöre aller Altersgruppen und initiierte und begleitete vielfältige Musikprojekte.

Als Komponist arbeite ich regelmäßig mit dem Religionspädagogen und Texter Markus Ehrhardt zusammen, wodurch zahlreiche kirchenmusikalische Werke wie Lieder und Messvertonungen, eine musikalische Andacht „Der Kreuzweg“, eine Kantate über die Werke der Barmherzigkeit, eine Johannespassion und zwei abendfüllenden Oratorien „Elija“ und „Maria“ entstanden sind.

Als Kirchenmusiker liegen mir Kirche und Musik am Herzen, also das gemeinsame Erleben von Glauben durch Musik. Den Jahreskreis mit seinen Hochfesten im Chor oder als Gemeindemitglied singend zu erfahren, Geschichten mit Musik zu erzählen, Stimmungen durch liturgisches Orgelspiel aufzugreifen und zu verstärken, all das begeistert mich.

Die Singschule, die von Matthias Bartsch so großartig aufgebaut wurde, wird ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit sein. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit den Kindergärten und den Schulen, so dass bis hinein in die Chöre der Gemeinde allen Kindern die musikalische Förderung zuteilwerden kann, die ihnen entspricht.

Dirk-Johannes Neumann

Seelsorgebereichsmusiker

George Warren

George Warren

George Fletcher Warren wurde in Durham (Großbritannien) geboren. Bereits früh zeigte er ein großes Interesse an Musik und begann mit drei Jahren Klavier zu lernen. Im Alter von zwölf Jahren erhielt er erstmals Unterricht an der Orgel bei Matthew Atherton. 2012 erhielt er einen Ausbildungsplatz an der "Chetham ́s School of Music", einem internationalen Musikinternat in Manchester, wo er das Diplom LRSM im Orgel-Literaturspiel erwarb. Er studierte Orgel Solo an der Hochschule für Musik und Tanz bei Domorganist Prof. Dr. Winfried Bönig, bevor er ein Studium der Kirchenmusik anschloss. George Warren arbeitet als Korrepetitor für die Kölner Domkantorei.

Seine Leidenschaft gilt der Improvisation an Orgel und Klavier, für die er bei Pianist Michael Gees und Organist Prof. Thierry Mechler an der Hochschule für Musik und Tanz Köln wichtige Impulse erhält. Warrens Interesse für die Komponisten des 19. und des 20. Jahrhunderts führte zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem Bariton Benjamin Hewat-Craw im Musiktheaterprojekt „Songs of Travel“, in dem auch der gleichnamige Liederzyklus von Ralph Vaughan Williams aufgeführt wurde. Seine Konzerttätigkeit – Orgel Solo sowie mit Orchester und Chor – führte ihn bisher unter anderem nach Liverpool in die Anglican Cathedral, zum Blenheim Palace in Oxfordshire, in die Manchester Cathedral und in die Kölner Philharmonie.

George Warren auf Instagram.

Andie Ruster

Andie Ruster

(*1997) studiert Katholische Theologie an der Universität Bonn und Katholische Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. 

Seine theologischen Studien haben viereinhalb Jahre in der Kölner Priesterausbildung begleitet, darunter mehrere prägende Monate geteilten Lebens mit den Brüdern der Monastischen Gemeinschaften von Jerusalem in Köln und Paris. Pfarrpraktika bei Domkapitular Pfr. Dr. Dominik Meiering (Köln-Mitte) und Pfr. Dr. Siegfried Kleymann (Münster) sowie geistliche und homiletische Begleitung bei Pfr. Dr. Axel Hammes (Bensberg/Bergisch Gladbach) bereicherten diesen Weg.

Zu seinen Lehrenden an der Kölner Musikhochschule zählen Prof. Dr. Markus Uhl (Orgelliteraturspiel), Otto Maria Krämer (Improvisation/Liturgisches Orgelspiel), Nenad Lecic (Klavier), Sabine Falter (Gesang) und Prof. Christopher Brauckmann (Chor- und Orchesterleitung). Als Assistent der RochusMusik in Köln-Bickendorf und nebenamtlicher Kirchenmusiker im Seelsorgebereich Ehrenfeld, regelmäßiger Organist an den Basiliken St. Aposteln und St. Ursula sowie Assistent im Kölner Figuralchor ist er ebenso tätig wie in der Kirchenmusik der Kölner Priesterausbildung und der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Bonn. 

In dieser Bandbreite an Genres und Anforderungen —vom feierlichen lateinischen Choralamt über die Ceremony of Nine Lessons and Carols bis zur Jazz-Pop-Osternachtsliturgie, vom kleinen Kammerensemble bis zum Neuen Rheinischen Kammerorchester— bleibt sein kirchenmusikalisches „Credo“ an den Tasten und am Taktstock nach dem Vorbild einer alttestamentlichen Episode vom Propheten Elischa ein einfaches:

Aber nun holt mir einen Saitenspieler! Als der Spieler über die Saiten fuhr, kam die Hand des Herrn über Elischa und er rief: So spricht der Herr: […] 2 Kön 3,15-16

Beim Klang der Saiten wird dieser Elischa unmittelbar berührt und er wird fähig das Wort des Herrn zu vernehmen. Ein selten intimes Nahekommen dieses furchtbar-barmherzigen JHWH im Kontext des Alten Testaments, ein Nahekommen, das hier wie selbstverständlich ein klangliches Einfallstor braucht, ein ästhetisches Ventil, eine tonale Zwischenwelt. Ohne Musik ist der gestandene Prophet mittel-los.

Andie Ruster deutet dies so:

Oft rauscht Musik wie eine gestaltlose Klangkulisse an Menschen vorbei. Wo wir ihr aber Raum geben, um (prophetische) Resonanz in uns zu schaffen, da kann Musik eine Perspektive öffnen für eine im letzten unverfügbare Weite. Eine solche wird nicht gezielt herbeigesungen oder gespielt. Nein, Elischa bezeugt: Gottes neue Weite kann ohne menschliches Zutun aus der Musik selbst hervorgehen.

 

Eine heilsame und erschreckende Vorstellung zugleich. Denn wie wird es klingen, wenn ER hereinbricht?