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Kölner Stadtpatrone: Hl Gereon & Hl. Ursula

Festtage 2023

Die Hl. Ursula und der Hl. Gereon sind mit den Hl. Drei Königen die Schutzpatrone der Stadt Köln.
Couragiert haben sie und ihre Gefolgschaften die christlichen Werte trotz aller Widerstände vertreten und dafür mit dem Leben bezahlt. Sie gelten seitdem als Sinnbild für Schutz, Hilfe und Kraft und werden seit Jahrhunderten als Heilige verehrt. Beide wurden im Laufe der Zeit gleichsam zu Ikonen der Stadt.

Wir laden herzlich dazu ein, die Hl. Ursula und den Hl. Gereon kennenzulernen und zu erleben: ihre Geschichte, die Legenden, die Schätze, die Verehrung und ihre Bedeutung für unsere Stadt. Miteinander ziehen wir von Kirchort zu Kirchort, feiern  Gottesdienste, besuchen die Reliquien, finden zu Gesprächen und nehmen für den Alltag mit, was wir alle brauchen: Gemeinschaft, Geborgenheit und Vorbilder.

 

Im Zentrum der Festtage steht die große, festliche Vesper mit Bundesministerin a.D. Annette Schavan als Festrednerin und vielen Vertreterinnen und Vertretern der Stadtgesellschaft. Gemeinsam ziehen wir in einer großen Prozession von St. Gereon nach St. Ursula - im Beisein der Reliquien beider Heiliger - und lassen den Abend anschließend gesellig im Brauhaus Schreckenskammer neben der Basilika ausklingen. Feiern Sie mit!

Entdecken Sie hier die hochkarätigen Angebote, die wir zu Ehren der heiligen Ursula und des heiligen Gereon vorbereitet haben: Spannende Führungen in den Basiliken St. Gereon und St. Ursula, Chor-, Orgel- und Orchesterkonzerte, besinnliche Andachten, Festmessen zu den Patrozinien und mehr.

Festpredigt von Bunesministerin a.D. Annette Schavan anlässlich der Vesper am 15.10. 2023, 17.00, in der Basilika St. Gereon

Videomitschnitt der Festpredigt von Bundesministerin a.D. Annette Schavan anlässlich der Vesper am 15.10. 2023, 17.00, in der Basilika St. Gereon.

Hier erfahren Sie hier alles zur hl. Ursula, der Stadtpatronin von Köln und über die Basilika, die ihren Namen trägt.

Gottesdienste:

Donnerstag 18 Uhr
Sonntag 10 Uhr 


Beichtgelegenheit nach jeder Messe.

Gottesdienste, Konzerte und mehr in der Detailansicht

Weitere Informationen zum Besuch der Goldenen Kammer finden Sie unter

"Öffnungszeiten, Informationen & Kontakt"

 

Bitte beachten Sie:

Aufgrund umfangreicher Renovierungsarbeiten muss die Goldene Kammer in St. Ursula zu folgenden Zeiten für Besichtigungen geschlossen bleiben: 

4. bis 8. März 2024 : Reinigungsarbeiten in der Goldenen Kammer an der Südwand, 3. Bauabschnitt

3. Juni bis 5. Juli 2024: Einbau und Montage der Objekte an der Südwand, 3. Bauabschnitt

18. November bis 14. Dezember 2024: Reinigung und Einbau der Objekte Ostwand 4. Bauabschnitt

Während dieser Zeit ist eine Besichtigung der Goldenen Kammer nicht möglich!

Goldene Kammer in der Basilika St. Ursula Köln

Die Goldene Kammer an St. Ursula gilt als das größte Beinhaus nördlich der Alpen. Der Legende nach handelt es sich bei den menschlichen Überresten in dieser begehbaren Reliquienkammer um die Gebeine der 11.000 Gefährtinnen der heiligen Ursula.

Die Kammer wurde im Jahre 1643 von einem reichen Kaufmann gestiftet, um der Ursulaverehrung einen zentralen Raum zu geben. Bis dahin wurden die hier gezeigten Gebeine im gesamten Innern der Kirche verteilt ausgestellt.

Trotz der schweren Zerstörungen der Kölner Innenstadt im 2. Weltkrieg blieb die Goldene Kammer weitestgehend unversehrt und befindet sich somit noch nahezu im Originalzustand des 17. Jahrhunderts.

Goldene Kammer St. Ursula Reliquienbüsten

Die hier ebenfalls zahlreich ausgestellten Reliquienbüsten - Mit Gold und Silber verzierte und von reichem Schnitzwerk umgebene Holzbüsten von lächenden Frauen, in deren Inneren sich echte Schädel und sonstige Knochen befinden -  wurden im Mittelalter und Früher Neuzeit in ganz Europa verbreitet und können heute noch in zahlreichen Kirchen und Museen über den gesamten Kontinent verteilt besichtigt werden. Neben hier vor Ort gefundenen Gebeinen finden sich hier auch einige Reliquienbüsten anderer Heiliger.

Goldene Kammer St. Ursula Wandornament

Die zahlreichen, in goldene und silberne Verzierungen eingefassten Schädel, Büsten und Knochenornamente haben bis zum heutigen Tage nichts von ihrer Faszination auf die zahlreichen Menschen verloren, die jährlich die Basilika besuchen.

So verwundert es nicht, dass St. Ursula und die Goldene Kammer neben dem Dom zu den am meisten besuchten Orten in Köln gehören.

 

 

Weitere Informationen zum Besuch der Goldenen Kammer finden Sie unter "Öffnungszeiten, Informationen & Kontakt"

 

Clematiusinschrift in St. Ursula

Seit dem 4. Jahrhundert gibt es an dieser Stelle - ursprünglich ein römisches Gräberfeld unmittelbar vor den Stadtmauern des römischen Köln - eine nachweisbare Abfolge von Kultbauten. Als ältestes Gebäude entstand zunächst ein dreischiffiger Bau in der Breite des heutigen Mittelschiffs, der um das Jahr 400 auf Initiative des römischen Senators Clematius erweitert worden sein soll.

Die sog. Clematiusinschrift, die diesen Vorgang belegt, befindet sich seit dem 13. Jahrhundert eingemauert in der Südwand des Langchors.

Diese Tafel ist das früheste schriftliche Dokument des Christentums in Köln. Obendrein ist sie auch ein historischer Beweis für den Märtyrerkult, in dem der Kern für die Entstehung der Ursulalegende gesehen werden muss. Wann und wodurch aus den ursprünglich tradierten 11 Gefährtinnen der hl. Ursula schließlich 11.000 wurden, bleibt ungeklärt. Sowohl die schiere Anzahl hier gefundener Knochen als auch Übersetzungsfehler antiker Texte in mittelalterlicher Zeit werden als Ursache in Betracht gezogen.

Übersetzung der Clematiusinschrift:

„Durch gottgesandte Feuervisionen mehrfach gemahnt und durch die Kraft des hocherhabenen Martyriums der himmlischen Jungfrauen, die erscheinen, aus dem Morgenland herbeigeführt, hat auf Grund eines Gelübdes Clematius, ein Mann von Senatorenrang, aus eigenen Mitteln auf seinem (oder: ihrem?) Boden diese Basilika - nach dem Gelübde, das er zu erfüllen hatte – von den Grundmauern auf wiederhergestellt. Wenn aber jemand innerhalb dieser so hoch erhabenen Basilika, wo die heiligen Jungfrauen für Christi Namen ihr Blut vergossen jemandes Leichnam bestattet - mit Ausnahme der Jungfrauen -, so soll er wissen, daß er mit ewigen Höllenqualen bestraft werden soll.“

(Versuch einer Übersetzung von W. Binsfeld)

St. Ursula in der Kölner Stadtansicht von 1570 (Arnold Mercator)

Um 922 richtet Erzbischof Hermann I. hier, nachdem die Kirche bei einem Normannenangriff auf Köln beschädigt und anschließend wiederhergestellt wurde, ein adliges Damenstift mit Stiftsdamen aus Gerresheim ein. Während des Hochmittelalters bestand der Konvent aus bis zu 40 adligen Kanonissen plus Laienschwestern.Die Einrichtung des Stifts könnte Anlass für eine umfangreiche Baumaßnahme im östlichen Teil der Kirche gewesen sein. Die Einfügung eines T-förmigen Einbaus mit 11 (Bezug auf die 11/11000 Jungfrauen ?) Reliquiengräbern belegt die besondere Bedeutung des Märtyrerkults an der Kirche in jener Zeit.

Nach Erweiterung der Kölner Stadtmauer lag die Kirche ab 1106 innerhalb der Mauern. Während der Bauarbeiten werden in unmittelbarer Umgebung der Kirche zahlreiche Gebeine entdeckt, die mit dem Märtyrerkult in Verbindung gebracht wurden.

Im Lauf der folgenden Jahre wurde eine immense Anzahl an Gebeinen zutage gefördert, die den Ort zu einem Mittelpunkt europäischer Heiligen- und Reliquienverehrung machten. Den dadurch gewonnenen Wohlstand nutzt man zum Neubau einer neuen, größeren Kirche. Die Vollendung des Turmes nimmt man für das Jahr 1230 an; um ca. 1300 wird auch der gotische Langchor fertiggestellt.

St. Ursula um 1900

Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche durch zahlreiche Umbauarbeiten dem Zeitgeschmack angepasst und entsprechend mehrfach umgebaut. Auch die Einrichtung der Goldenen Kammer fällt in diese Zeit.

Mit dem Einmarsch der Franzosen 1802 wurde das Damenstift aufgelöst und die Kirche 1804 der Gemeinde St. Maria Ablass als Pfarrkirche zugesprochen, deren vorherige Pfarrkirche abgerissen wurde.

St. Ursula verfiel  - wie fast alle Kirchbauten im Stadtgebiet in diesen Jahrzehnten - in Folge stark und war vom Einsturz bedroht.

Erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wird St. Ursula in Etappen wieder hergerichtet, barocker Ausschmückungen an vielen Stellen entledigt und weitestgehend in den ursprünglichen, romanischen Zustand zurückgebaut.

Die Instandsetzung des Turmes wird erst 1891 abgeschlossen, in die gleiche Zeit fällt auch die Wiederherstellung des Reliquienaltares.

Ansicht nach Westen nach Kriegszerstörung. Foto Ruth Baenisch, 1946.

Im 2. Weltkrieg wird St. Ursula wie die gesamte Kölner Innenstadt schwer beschädigt. Lediglich die Goldene Kammer übersteht den Krieg relativ unbeschadet.

Die Gemeinde feierte trotz der Zerstörungen in einem Notraum unterhalb des Turms ihre Gottesdienste. Ab 1949 begann man unter Leitung des Architekten Karl Band mit dem Wiederaufbau. Diese Arbeiten zogen sich bis 1972 hin; anschließend folgte bis 1978 die Restaurierung der Goldenen Kammer.

1999 bis 2004 erfolgte (unter Leitung von Architekt Rolf Link) eine weitere umfassende Restaurierung. Nach Abbau der Orgel aus der Nachkriegszeit wurde auch die Westempore erstmals wieder als sakraler Raum erlebbar; Langhaus, Chor und Holzdecken aus der Nachkriegszeit erhielten eine neue Farbfassung.

Zwischen 2003 und 2005 wurde ein kleiner, moderner Kapellenraum für die Kölner Märtyrerinnen und Märtyrter des 20. Jahrhunderts eingerichtet. Dieser Raum besteht aus einer zweischaligen, innen mit Namen, Daten und Zitaten der Märtyrerinnen und Märtyrer bedruckten, leicht transparenten Leinwandkonstruktion.

Das Martyrium der hl. Ursula und ihrer Gefährtinnen vor der Stadt Köln (Meister der kleinen Passion; 1411-1414; Leinwand 60x179cm; Wallraf-Richartz-Museum; WRM 0051) Zugleich die älteste bekannte, topographisch korrekte Stadtansicht Kölns

Die Legende der hl. Ursula wurde in vielen mehr oder weniger unterschiedlichen Versionen überliefert.
Auch die in der Legende genannten Personen und Orte unterscheiden sich je nach Überlieferung.

Die folgende Version der Legende wurde übernommen von der Homepage des Fördervereins Romanische Kirchen Köln e.V.

Der Legende nach kam Ursula aus königlichem Hause (Anm.: in den ältesten Überlieferungen ist von einer "bretonischen Königstochter" die Rede. Im Laufe der Jahrhunderte wanderte die Legende über den Ärmelkanal und Ursula wurde zu einer "britannischen Königstochter" aus Cornwall). Wegen ihrer Schönheit war sie weithin berühmt, und viele junge Prinzen reisten von weit her an, um um ihre Hand anzuhalten. Doch Ursula war Christin und hatte den Plan gefasst, nicht zu heiraten, sondern in ein Kloster einzutreten.

Auch ein Königssohn aus dem hohen Norden namens Ätherius hörte von Ursulas Schönheit und machte sich auf den Weg zu ihr. Zwar fühlte sich Ursula spontan zu ihm hingezogen, doch auch seinen Antrag lehnte sie mit der Begründung auf ihre Pläne ab. Als Ätherius’ Vater dies erfuhr, war er außer sich und drohte mit Gewalt, wenn Ursula sich nicht bereit erklären würde, seinen Sohn Ätherius zum Mann zu nehmen. 

In der darauffolgenden Nacht hatte Ursula eine Vision. Ein Engel bedeutete ihr, sie solle die Bewerbung des Ätherius annehmen. Als sie am Morgen erwachte, stand ihr Plan fest: Sie willigte in die Heirat ein, stellte jedoch zwei Bedingungen, die ihr auch erfüllt wurden. Zum einen wolle sie sich vorher mit zehn Jungfrauen auf eine Pilgerreise nach Rom begeben, um die heiligen Stätten der Christen zu besuchen. Diese Reise sollte drei Jahre dauern. Zudem müsse der heidnische Ätherius sich dem Christentum anschließen. 

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, trat Ursula mit ihrem Gefolge auf eigens zu diesem Zweck erbauten Schiffen die Reise nach Rom an. Die erste Station war die Stadt Köln, wo die Gruppe vom Bischof feierlich empfangen wurde. In dieser Nacht hatte Ursula wieder eine Vision. Am nächsten Morgen sollten sie weiter nach Rom ziehen, auf der Rückreise jedoch erneut Halt in Köln machen, weil sich in dieser Stadt ihrer aller Leben erfüllen würde. 

Auf ihrem weiteren Weg machten Ursula und ihr Gefolge Halt im oberrheinischen Basel. Dort verließen sie ihre Schiffe, um von nun an zu Fuß weiter nach Rom zu pilgern. Nach einer langen beschwerlichen Reise, geplagt von Hunger, Unwetter und Krankheit, erreichten sie endlich das Ziel Rom. Dort wurden sie vom Papst empfangen, und Ursula sowie auch ihr Gefolge ließen sich von ihm erneut taufen. 

Ätherius sehnte sich in jener Zeit so sehr nach seiner Braut, dass er sich auf den Weg machte, um ihr entgegenzufahren. Ursula und ihr Gefolge hatten in der Zwischenzeit die Rückreise angetreten. Und so traf Ätherius in Mainz auf die Gruppe der Pilgerinnen und konnte endlich seine Braut begrüßen. Ätherius empfing die Taufe, und so war auch die zweite Bedingung für die Eheschließung erfüllt. 

Nun machten sie sich gemeinsam auf den Weg nach Köln. Dort war aber das Heer der Hunnen eingefallen und wollte auch die reiche Stadt Köln erobern. Trotz dieser drohenden Gefahr legten die Jungfrauen unbeirrt in Köln an. Sie betraten furchtlos das Ufer, bereit ihr Schicksal anzunehmen. Bis auf Ursula selbst fanden sie alle den Tod, auch Ätherius. Atilla der Hunnenkönig erblickte Ursula und war sogleich angetan von ihrer Schönheit. Er versprach, sie zu verschonen, wenn sie bereit sei, seine Frau zu werden. Ursula jedoch verweigerte sich ihm. So wurde auch sie von einem Bogenschützen mit dem Pfeil getötet. 

Atilla wollte nun die Stadt Köln endgültig unterwerfen. Doch in der darauffolgenden Nacht hatte er einen Traum, in dem ihm die getöteten Jungfrauen erschienen. Er bekam es so mit der Angst zu tun, dass er am nächsten Morgen alle Zelte abbrechen ließ und mit seinem Heer verschwand. Die Bürger von Köln waren voller Dankbarkeit, dass die Jungfrauen ihre Stadt gerettet hatten. Sie begruben die getöteten Märtyrerinnen und errichteten über ihren Gräbern eine Kirche. 

Basilika St. Ursula & Goldene Kammer

Ursulaplatz 24
50668 Köln

 

Öffnungszeiten & Besichtigungsmöglichkeiten

Die Basilika ist in der Regel täglich von 10-17 Uhr bis zum Gitter geöffnet.

 

Für die Besichtigung der gesamten Kirche, der Goldenen Kammer sowie der Schatzkammer gelten folgende Öffnungszeiten:
dienstags bis samstags:     10-12 und 15-17 Uhr
sonntags:                           15-17 Uhr (z.Zt. keine Garantie für Öffnung!)

Während der Gottesdienste ist keine Besichtigung in der Basilika möglich, zum stillen Gebet sei jedoch selbstverständlich während der gesamten Öffnungszeiten eingeladen.

 

Bitte beachten:

Aufgrund umfangreicher Renovierungsarbeiten muss die Goldene Kammer in St. Ursula zu folgenden Zeiten für Besichtigungen geschlossen bleiben: 

4. bis 8. März 2024 : Reinigungsarbeiten in der Goldenen Kammer an der Südwand, 3. Bauabschnitt

3. Juni bis 5. Juli 2024: Einbau und Montage der Objekte an der Südwand, 3. Bauabschnitt

18. November bis 14. Dezember 2024: Reinigung und Einbau der Objekte Ostwand 4. Bauabschnitt

Während dieser Zeit ist eine Besichtigung der Goldenen Kammer nicht möglich!

 

Führungen und Gruppenbesuche

Um vorherige Anmeldung von Gruppenbesuchen /-führungen in der Basilika wird ausdrücklich gebeten (Kontakt Pfarrbüro s.u.).
Die Kirchengemeinde St. Agnes bietet keine eigenen Führungen an, diese können organisiert werden über das DOMFORUM.

 

 

Goldene Kammer

Während der o.g. Besichtigungszeiten haben Sie i.d.R. auch Zutritt zur Goldenen Kammer und zur Schatzkammer. Sonntags kann eine Öffnung dieser Bereiche nicht garantiert werden.

Der Eintritt in die Goldene Kammer und Schatzkammer beträgt jeweils 2,00 € für Erwachsene (auch Studenten und Senioren) sowie 1,00 € für Kinder ab der Grundschule. Kinder bis zur Einschulung sind frei.

Pastoralbüro St. Agnes

Pastoralbüro St. Agnes

Neusser Platz 18
50670 Köln

Öffnungszeiten:
Montag: 10-12 Uhr
Dienstag: 10-12 & 15-18 Uhr (in Ferienzeiten nur vormittags)
Donnerstag: 10-12 & 16:30-18 Uhr
Freitag: 10-12 Uhr

Hier erfahren Sie hier alles zum hl. Gereon, dem Stadtpatron von Köln und über die Basilika, die seinen Namen trägt.

Regelmäßige Termine

 

Gottesdienste in der Basilika St. Gereon Köln
Sonntag 11 Uhr (letzter So im Monat: Familienmesse)

 

Sonntag 9.30 Uhr (1. So/Monat) und 16 Uhr (letzter So/Monat) Hl. Messe der philippinischen Gemeinde

 

Beichtgelegenheit nach individueller Vereinbarung

 

Gereon gegen 12: Offene & kostenlose Kurzführung
2. Sonntag im Monat gegen 12 Uhr (im Anschluss an die 11-Uhr-Messe)

 

MittwochMittag: Mittagsimpuls mit Orgelmusik
Mittwoch 12.30 Uhr

 

Offenes Bibelgespräch
1. und 3. Montag des Monats um 19 Uhr im Hochchor

Gottesdienste, Konzerte und weitere Veranstaltungen in St. Gereon

Modell des ursprünglichen, antiken Kuppelbaus (ausgestellt in St. Gereon)

St. Gereon ist neben dem Trierer Dom und der Konstantinbasilika (ebenfalls Trier) einer der ältesten durchgehend genutzten Sakralbauten Deutschlands. Kern des heutigen Kirchbaus ist ein spätantiker, rechteckiger  Grabbau (Memoria) auf dem dem ältesten Gräberfeld der Stadt, unmittelbar vor den nordwestlichen Stadtmauern gelegen. Über diesem Bau entstand im 4. Jahrhundert (mutmaßlich zwischen 350 und 365) in mehreren Etappen ein Zentralbau mit ovalem Grundriss: Ein großes, kuppelüberwölbtes Bauwerk mit  acht Kapellen, großer Apsis im Osten, Vorhalle und Atrium im Westen (s. Abb.)

Die ursprüngliche Funktion dieses beeindruckenden Bauwerks konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden (Mausoleum/Memorialbau/Kirche), der legendenhaften Überlieferung zufolge (siehe "Legende des hl. Gereon") handelte es sich um ein von der Kaiserinmutter Helena gestifteter Memorialbau zu Ehren des heiligen Gereon und den Märtyrern thebäischen Legion.

Ebenfalls möglich wäre es, dass es sich um eine Begräbnisstätte für Angehörige der fränkischen Königsfamilie oder dem kaiserlichen Hof nahestehende Persönlichkeiten handelte. Die Sarkophage der Verstorbenen waren dann wahrscheinlich in den Konchen aufgestellt.

Letzter erhaltener Überrest des originalen Mosaikfußbodens des antiken Ursprungsbaus (in der ersten Konche der Südseite)

Wozu auch immer der ursprüngliche Bau gedient haben mag, es muss sich um einen der prächtigsten Bauten nördlich der Alpen gehandelt haben. Die Ausstattung war über die Maßen kostbar und beeindruckend: Die Wände waren mit Marmorplatten und Goldgrundmosaiken verkleidet, die Kuppel mit Blattgoldmosaiken ausgemalt, der Fußboden mit Mosaiksteinen ausgelegt.

Bereits um 590 berichtet Gregor von Tours von diesem Ort als Kirche, die ihres Goldschmucks wegen „Ad Sanctos Aureos" (zu den goldenen Heiligen) genannt wurde und der Verehrung von Märtyrern der Thebäischen Legion diene.

St. Gereon im Mercator-Plan von 1570/71

Der überreich ausgeschmückte Bau wurde beinahe 500 Jahre in seiner weitestgehend unveränderten, spätantiken Grundform als Gotteshaus genutzt. Lediglich die Ostapsis wurde unter Erzbischof Hildebold um 800 durch einen kleinen, rechteckigen Chor ersetzt. Ebenfalls unter Hildebold wurde ein Chorherrenstift für hochadelige Männer gegründet; seit 839 ist St. Gereon als Stiftskirche. Das Stift hatte aufgrund seiner wohlhabenden Angehörigen nach dem Dom den größten Grundbesitz, zu dem sogar Weingärten gehörten.

Unter Erzbischof Anno (1056-1075) wurden erstmals größere Umbauarbeiten begonnen. Ein neuer, langgestreckter und über einer großen Krypta gelegener Chor für die Stiftsherren wurde an den Kuppelbau angebaut, die östliche Mauer des Zentralbaus wurde dafür durchbrochen. Etwa 100 Jahre später wurden der Chor und die darunter liegende Krypta vergrößert und zusätzlich zwei Türme errichtet.

Unter Norbert von Xanten wurde ab 1121 im Umfeld der Kirche nach Reliquien der thebäischen Märtyrer gesucht. Dabei wurden Gebeine gefunden, die man für die des Hl. Gereon und der mit ihm gestorbenen thebäischen Legionäre hielt und die hier seitdem verehrt werden. 1191 wurde ein neuer Gereonsaltar geweiht. 

Im Rahmen der dritten und bis dato größten Stadterweiterung Kölns lag St. Gereon seit 1179/80 nicht mehr vor, sondern innerhalb der Stadtmauern. In der Folgezeit wurden die Aus- und Umbauarbeiten an dem Kirchbau intensiviert. Ein neuer Gereonsaltar wurde geweiht und die Reliquien der thebäischen Märtyrer aus den Nischen des Ovalbaus in die Confessio unter dem Gereonsaltar und somit in die Krypta überführt (Altarweihe und Erhebung der Reliquien im Jahr 1212).

Ab 1220 schließlich wurde der im Laufe der Jahrhunderte baufällig gewordene, ovale Kuppelbau von Außen ummantelt und um drei Stockwerke mit Emporen, Laufgang und großen Fenstern erhöht. Dabei erhielt dert Zentralbau seine bis heute sichtbare, zehneckige Gestalt (Dekagon) und wurde damit für viele Jahrhunderte zum größten freitragend überwölbten Zentralbau nördlich der Alpen. Auch die Stiftsgebäude wurden in der Folgezeit vergrößert und umgebaut.

St. Gereon 1850: Lithographie von Charles Claude Bachelier (1801-1900) nach einer Zeichnung von Nicolas-Marie-Joseph Chapuy (1790-1858)

In den folgenden Jahrzehnten wurden noch einige wenige An- und Umbauarbeiten vorgenommen. Der Anbau der Taufkapelle in gotischem Stil erfolgte ab 1242, die Errichtung der Sakristei in hochgotischem Stil durch die Kölner Dombauhütte 1315, ein Einbau gotischer Gewölbe und Maßwerkfenster in den Langchor in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts. Danach wurden für mehrere Jahrhunderte am Bau selbst keine bedeutenden Veränderungen mehr vorgenommen und nur die Ausstattung und Ausmalung der jeweiligen Epoche angepasst. So wurde 1550 die Orgel im Dekagon eingebaut und ab etwa 1635 die Innenausstattung durch neue Altäre, Reliquiare und Ausmalungen im Stil des Barock beinahe vollständig ausgetauscht.

Die Folgen des Einmarsches französicher Revolutionstruppen war für das Stift St. Gereon wie für die meisten sakralen Bauten in der Stadt verheerend. Das Stift wurde 1802 aufgehoben und St. Gereon zur Pfarrkirche. Die vorherige Pfarrkirche St. Christoph (unmittelbar neben St. Gereon gelegen) wurde  abgerissen, ebenso die Cäcilienkapelle auf der Nordseite zwischen Chor und Dekagon. Stiftsgebäude und Kreuzgang wurden in städtischen Besitz überführt und verkauft und bis 1821 ebenfalls abgerissen. In der Folge verfiel St. Gereon wie viele andere Kirchbauten in der Stadt mehr und mehr.

St. Gereon um 1900 mit Ausmalung und Altaranlage nach Essensweins Entwürfen

Nach dem Abzug der französischen Truppen und der Eingliederung Kölns in den preußischen Staat begannen kurze Zeit später wie an vielen anderen Kirchen der Stadt umfangreiche Wiederherstellungsarbeiten.

Außenbau, Chor und Apsis wurden bis 1872 gründlich renoviert, der Innenraum wurde ganz neu gestaltet. Entsprechend dem Geschmack des 19. Jahrhunderts wurde der Kirchenbau (neo-)romanisiert und Ausstattung und Ausmalung des Barock weitestgehend entfernt.

Die malerische Neuausstattung entwarf 1883 der Vorstand des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg, August Essenwein, der auch die Neuausstattung Groß St. Martins entwarf. Das von ihm entworfene malerische Gesamtkonzept überzog den Raum des Dekagon zur Gänze und umfasste auch neue Glasfenster und eine neue Altaranlage am Übergang von Dekagon und Chor. Nach der Fertigstellung erfolgte 1897-99 die Ausmalung von Chor und Apsis.

St. Gereon nach dem Krieg: Ansicht von Nordwest (Foto von 1946)

Im Bombenhagel des 2. Weltkriegs entging St. Gereon nur knapp der vollständigen Zerstörung. Bereits beim ersten sog. "1000-Bomber-Angriff" am 31. Mai 1942 wurde die Basilika schwer getroffen und brannte anschließend drei volle Tage und Nächte, bis die Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnten. 1944, nach einem direkten Bombentreffer im Dekagon und anschließendem erneutem Brand, war die Basilika endgültig unbenutzbar geworden.

Zwar wirkte die Basilika nach Außen auf den ersten Blick weniger zerstört als die meisten anderen Gebäude der Innenstadt. Doch die Statik des Kuppelbaus war so stark gefährdet, dass für lange Zeit unsicher war, ob sie überhaupt jemals wieder in alter Pracht neu errichtet werden könnte oder komplett abgerissen werden müsste. Auch jene Teile der mittelalterlichen und barocken Ausstattung, die das schwere Feuer von 1942 überstanden und nicht in Sicherheit gebracht werden konnten, wurden vollständig zerstört.

Trotzdem gehörte St. Gereon nach Kriegsende zu den ersten Gotteshäusern der Stadt, an deren Wiederaufbau sich die Menschen vor Ort wagten. Der Wiederaufbau begann 1946, bis 1949 war bereits der wenig betroffene Langchor wiederhergestellt und vom Dekagon durch behelfsmäßige Mauern abgetrennt, sodass hier wieder Gottesdienste der Gemeinde gefeiert werden konnten. Die Arbeiten am Dekagon erwiesen sich als erwartbar schwierig und dauerten mehrere Jahrzehnte. Bis 1952 war die Statik soweit gesichert, dass keine akute Einsturzgefahr mehr bestand. Die weiteren Wiederherstellungsarbeiten am und im zentralen Kuppelbau inklusive neuer Fensterzyklen, neuer Ausmalung dauerten noch bis 1985.

Der Hl. Gereon auf dem Altar der Stadtpatrone (sog. Lochner-Altar) im Kölner Dom

DIE LEGENDE DES HEILIGEN GEREON:
TREU BIS IN DEN TOD.


Der Heilige Gereon gehört seit vielen Jahrhunderten zu den Kölner Stadtpatronen. Die Legende berichtet, dass Gereon um 270 geboren wurde. Als junger Mann trat er dem römischen Militär bei und erreichte bald den Rang eines Hauptmanns in der legendären Thebäischen Legion – einer aus Ägypten stammenden, komplett zum Christentum bekehrten Einheit.

In der Nähe von Köln sollte Gereon mit seiner Einheit einen germanischen Aufstand niederschlagen. Auch der weströmische Kaiser Maximian – glühender Christenverfolger – residierte in der Nähe. Zu seinen Ehren sollte vor Beginn des Kampfes mit den Germanen öffentlich den  römischen Göttern geopfert werden, doch Gereon und seine Einheit weigerten sich und bekannten sich öffentlich zum Christentum. Ihnen war klar, dass sie für die Befehlsverweigerung und ihr öffentliches Bekenntnis zum Christentum mit dem Tode bestraft werden würden. Doch sie wollten ihrem Glauben an Jesus Christus treu bleiben.

Der Kopf des hl. Gereon. Granitskulptur vor der Basilika (Künstler: Iskender Yediler)

In Mechtern (einer frühmittelalterlichen Siedlung vor den Mauern der römischen Stadt, im Gebiet des heutigen Stadtteils Ehrenfeld) wurden die Soldaten auf Geheiß des Kaisers daraufhin öffentlich hingerichtet. Ihre Leiber wurden an den Stadtmauern  aufgehängt und später in einen Brunnen geworfen. Kurze Zeit später endeten die Christenverfolgungen und mit Kaiser Konstantin bekannte sich gar ein Kaiser öffentlich zu der vormals geächteten christlichen Religion.

Konstantins Mutter Helena erfuhr bei einem Besuch Kölns von dem  Märtyrertod Gereons und seinen Gefährten. Sie ließ die Gebeine bergen und über dem Brunnen einen Prachtbau mit dem Titel „Zu den Goldenen Heiligen“ errichten – den antiken Kuppelbau von St. Gereon. Historische Belege gibt es für diesen Entstehungszweck des antiken Bauwerks nicht, jedoch liegen seine Ursprünge nachweisbar im 4. Jahrhundert. Die Gräber der Enthaupteten sollen unter dem Altar von St. Gereon liegen, das Gräberfeld ist archäologisch belegt.  Dieser Teil der Legende deckt sich mit der Legende der Märtyrer der Thebäischen Legion in Bonn, Cassius und Florentius sowie Victor in Xanten.

Im Mittelalter wurde die Legende weiter ausgeschmückt und erweitert und die Kirche mit zahlreichen Wundern in Verbindung gebracht. So berichtet Gregor von Tours etwa, dass der ihm persönlich bekannte Kölner Bischof Everigisil von seinen quälenden und immer wieder auftretenden Kopfschmerzen endgültig geheilt wurde, als er mit Staub aus dem Brunnen, in den die Leiber der Märtyrer geworfen wurden, in Kontakt kam.

Basilika St. Gereon Köln

Basilika St. Gereon Köln

Gereonshof 2
50670 Köln

 

Öffnungszeiten der Basilika St. Gereon

Täglich 10-18 Uhr

Unser ehrenamtlich tätiger Kirchenempfangsdienst ermöglicht es im Regelfall, die Basilika täglich für Sie zu geöffnet zu halten. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, so haben Sie bitte Verständnis hierfür.

Die Vorhalle ist immer verbindlich von 10-18 Uhr geöffnet.

 

Besichtigungen nur außerhalb der Gottesdienstzeiten möglich.

Führungen/Gruppenbesuche bitte vorher über das Pfarrbüro anmelden!

Pastoralbüro St. Gereon

Pastoralbüro St. Gereon

Gereonskloster 2
50670 Köln

Öffnungszeiten

Montag, Dienstag & Donnerstag: 9-12 Uhr im Pastoralbüro St. Aposteln, Neumarkt 30, 50667 Köln

Mittwoch (9-12 & 14-17 Uhr) & Freitag (9-12 Uhr) im Pfarrbüro St. Gereon, Gereonskloster 2, 50670 Köln