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Minoritenkirche St. Mariä Empfängnis
Minoritenkirche St. Mariä Empfängnis
Minoritenkirche St. Mariä Empfängnis
Minoritenkirche St. Mariä Empfängnis
Minoritenkirche St. Mariä Empfängnis
Minoritenkirche St. Mariä Empfängnis
Grabeskirche von Adolph Kolping und Johannes Duns Scotus

Minoritenkirche Köln

Zentrum des Kolpingwerkes und internationales Pilgerziel

Die Kirche St. Mariä Empfängnis, besser bekannt als Minoritenkirche, wurde im 13. Jhdt. als Klosterkirche des Franziskanerordens errichtet. Mit den Grabmälern des mittelalterlichen Theologen Johannes Duns Scotus und des Gesellenvaters Adolph Kolping ist sie Pilgerziel für Menschen aus aller Welt.

Die Kirche wird hauptsächlich vom internationalen Kolpingwerk ("Kolping International") genutzt.

Daneben sind hier die Brüder des Konvents der Franziskaner-Minoriten aus dem benachbarten St. Kolumba regelmäßig in der Seelsorge und Liturgiefeier tätig.

 

 

Regelmäßige Gottesdienste
Dienstags und Freitags 9 Uhr
Sonntags 10 Uhr


Beichtgelegenheit
Montags bis Samstags 15–16 Uhr

 

 

Besondere Gottesdienste, Konzerte & weitere Veranstaltungen

Blick auf das Hauptportal

Die Minoritenkirche ist ein Kirchengebäude aus dem 13. Jahrhundert und ist damit - neben der Kirche der Dominikaner - die älteste Kirche der Bettelorden in Köln.

Sie hat bis heute besondere Bedeutung als Annexkirche des Doms und ist in der ganzen Welt bekannt durch die Gräber des Gesellenvaters Adolph Kolping und des Franziskanertheologen Duns Scotus.

Das Kolpingwerk, ein internationaler katholischer Sozialverband mit bundesweit mehr als 215.000 Mitgliedern, hat seinen Hauptsitz in unmittelbarer Nachbarschaft.

St. Kolumba (links) und Minoritenkirche (rechts) im Mercatorplan von 1570/71

In der für Franziskaner typischen Bauweise wurde sie als langgestreckter gotischer Bau angelegt. Von 1245 bis etwa 1260 entstand der frühgotische Chor, das dreischiffige Langhaus wurde im 14. Jahrhundert vollendet. Als Bettelordenskirche besitzt sie keinen Kirchturm, sondern trägt einen Dachreiter.

Als ab 1794 Revolutionstruppen Köln besetzten, diente die Kirche als Speicher und verfiel zusehends; nach der Vertreibung der Minoriten, deren Klöster von der napoleonischen Besatzungsmacht 1804 aufgehoben wurden, nutzte sie die Armenverwaltung der Stadt Köln ab 1808 im Rahmen der Säkularisation als Anstalts- und Hospitalkirche.

1846 ging sie als Annexkirche des Kölner Doms in den Besitz des Domkapitels über. 1850 erklärte sie Erzbischof Geissel zur Firmungs- und Weihekirche des Erzbistums Köln, verbunden mit einer äußeren Renovierung, die bis 1862 dauerte. Der Kaufmann Johann Heinrich Richartz (1795–1861), der auf dem Gelände des früheren Franziskanerklosters das Wallraf-Richartz-Museum errichten ließ, stiftete 40.000 Taler für die Erneuerung der Kirche.

 

Postkarte mit Minoritenkirche, um 1900

Die Innenrenovierung betrieb der 1862 als Rektor an der Minoritenkirche eingesetzte Adolph Kolping mit aufwendigen Spendensammlungen. Schon seit 1849 hatte der von Kolping neu gegründete Kölner Gesellenverein die Minoritenkirche als Vereinskirche genutzt, sodass jetzt durch die Personalunion des Generalpräses der Gesellenvereine und des Rektors der Minoritenkirche die zukünftige Verbindung grundgelegt war. Im Zuge einer neugotischen Stilbereinigung der Ausstattung gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der barocke Hochaltar durch einen heute noch vorhandenen spätgotischen Flügelaltar ersetzt, den Weihbischof Baudri 1889 erwarb und aus Anlass seines sechzigjährigen Priesterjubiläums der Minoritenkirche schenkte, damit er als Rückwand des Hochaltares diene. Dieses um 1480 in Niedersachsen entstandene Werk stammt ursprünglich aus der Nicolaikirche in Alfeld (Leine), aus der er 1888 entfernt wurde. Im Innern zeigt der Altar plastischen, im Äußern malerischen Schmuck. Während die Malerei, die je vier Szenen aus dem Leben der Muttergottes und der Legende des hl. Nikolaus umfasst, auf der Grundlage erhaltener Restbemalung von dem Kölner Maler Batzem restauriert wurde, ist die Innenseite wohl übernommen, mit der das Jesuskind haltenden Gottesmutter unter einem reichen Baldachin, umgeben von Engeln, begleitet von Heiligenfiguren. Die Figur der Gottesmutter mit dem Kinde ist das Mittelstück zu Darstellungen aus dem Leben Jesu, die von der Verkündigung bis zur Auferstehung reichen.

 

Zerstörung der Minoritenkirche im 2. Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg zerstörte Feuer die Kirche, die Gewölbe und Teile des Südschiffes gingen verloren. Der Wiederaufbau durch das Kolpingwerk wurde 1958 abgeschlossen.

2009/10 wurde die Kirche umfassend restauriert, darunter das komplette Dach mit Dachreiter. Neu ist in der Kirche insbesondere ein gläsernes Kruzifix des Düsseldorfer Künstlers Thomas Kesseler, das im Chor über dem Altar schwebt, und eine Büste Kolpings neben seinem Grab.

Vom Kreuzgang des Minoritenklosters hat sich das Maßwerk des Westflügels erhalten. Er ist heute in das Gebäude des Museums für Angewandte Kunst integriert.

Über Kolping International

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Wir sind ein internationaler katholischer Sozialverband, der von der Lehre des Priesters und Sozialreformers Adolph Kolping (1813-1865) inspiriert ist. Gemeinsam engagieren wir uns für eine gerechte Welt und helfen Menschen, ihre Armut aus eigener Kraft zu überwinden.

 

Unser Verband

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Kolping versteht sich als eine lebendige und starke Weltfamilie. Die über 8.800 Kolpingsfamilien in Europa, Afrika, Asien, Nord- und Südamerika sind eine familienhafte Gemeinschaft, in der Kinder, Jugendliche und Erwachsene solidarisch miteinander leben.

Unser Gründer

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Adolph Kolping wurde vor über 200 Jahren geboren. Doch führte er bereits ein sehr modernes Leben. Er war ein Selfmademan und erfand neue Formen des Zusammenlebens und -arbeitens. Als Pragmatiker löste er unermüdlich wirtschaftliche Probleme und setzte sich intensiv mit politischen und sozialen Fragen auseinander.

Unsere Projekte

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KOLPING INTERNATIONAL hilft Menschen weltweit, sich mit eigener Kraft aus der Armut zu befreien. Dabei zielen unsere Projekte auf gesellschaftliche Veränderung, um die Strukturen der Armut zu überwinden.

Unser Team

v.l.n.r.: Dr. Markus Demele, Generalsekretär; Msgr. Christoph Huber, Generalpräses; Karin Wollgarten, Leitung Finanzen & Verwaltung

Die Zentrale von Kolping International befindet sich mitten in Köln, unweit des Kölner Doms. Gegenüber der Minoritenkirche und dem Kolping-Denkmal arbeitet ein kleines Team unermüdlich an der Ausbreitung des Verbandes. Hier werden Projekte beraten in Abstimmung mit den Partnern vor Ort. Projektmittel und Spenden werden eingeworben und weitergeleitet  – und von Köln aus gehen die Kontakte in die ganze Welt.

Minoritenkirche St. Mariä Empfängnis

Kolpingplatz 1
50667 Köln

Kolping International e.V.

Kolpingplatz 5-11
50667 Köln