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Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse
Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse
Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse
Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse
Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse
Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse
Heimat der Schwarzen Muttergottes

St. Maria in der Kupfergasse

Marienwallfahrtsort im Herzen der Stadt

"In Köln ist der Dom das Haupt und St. Maria in der Kupfergasse das Herz.“ soll Kardinal Frings einst gesagt haben. Und tatsächlich verbinden viele Menschen konfessionsübergreifend ein Stück Lebensgeschichte mit der "Mutter der Barmherzigkeit" in der Kupfergasse. Davon kündet jede einzelne der 5000 Opferkerzen, die hier wöchentlich für Sterbende und Kranke, in Prüfungsnöten, etc. aber auch als Dank aufgestellt werden.

Die Wallfahrtskirche beherbergt in der Gnadenkapelle seit 1675 die weit über Köln hinaus bekannte Schwarze Muttergottes, auch Schwarze Madonna genannt. Seitdem gilt dieser Ort als Zentrum der Marienverehrung in der Kölner Innenstadt. Dies zeigt sich nicht nur in den vielen Wallfahrten, die alljährlich hierhin kommen, sondern auch in den vielen Andachten zu Ehren der Muttergottes und der seit 1675 stattfindenden, alljährlichen Festwoche im September.

 

 

Regelmäßige Termine

 

Gottesdienste:
Montag-Freitag 8 & 18.30 Uhr
Samstag 8 & 18.30 Uhr (Sonntagvorabendmesse)
Hl. Messen am Sonntag: 8.30, 10, 11.15 & 18 Uhr

 

Beichtgelegenheiten:
Montag-Samstag 8.45-9 Uhr
samstags zusätzlich 16.30-18 Uhr
1. Samstag im Monat ab 19.30 Uhr
Vorabend von Hochfesten 14-18 Uhr

Und nach Vereinbarung

Eucharistische Anbetung:
Freitag 17 Uhr
1. Samstag im Monat 19.30 Uhr (Sühneanbetung)

 

Rosenkranzgebet:
Montag-Freitag 17.55 Uhr
Rosenkranzandachten im Mai & Oktober:
Montag-Freitag 17.45 Uhr
Samstag 18 Uhr
Sonntag 17.30 Uhr

 

Festwoche zu Ehren der Muttergottes:
jährlich in der Woche des 8. September
(Sonntag bis Sonntag)

Weitere Informationen zu Veranstaltungsreihen, Gruppierungen vor Ort und mehr erhalten Sie

auf der Homepage der Gemeinde

Gottesdienste, Konzerte, weitere Veranstaltungen

Schwarze Muttergottes

Gebet zur Schwarzen Muttergottes

Breite weit aus den Mantel 

Deines mächtigen Schutzes,

und decke damit, Du Gnadenvolle,

alle, die hier zu Dir ihre Zuflucht nehmen.

Sei Du den Betrübten Trost,

den Kranken Heil,

den Sündern Zuflucht

und Hilfe allen Christen.

Amen.

5000 Kerzen pro Woche: Kerzenstand in der Gnadenkapelle

Die Verehrung der Schwarzen Muttergottes in der Kupfergasse hat in Köln eine lange Tradition. Zu jeder Jahres- und Tageszeit und in allen möglichen Anliegen wird von vielen Menschen eine Kerze angezündet und im Vertrauen auf deren Hilfe ein Gebet gesprochen.

Seit 1675 wird die Schwarze Muttergottes hier ununterbrochen öffentlich verehrt. Das Gnadenbild hat eine bewegte Geschichte, Herkunft und Alter können jedoch nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Es ist aus dunklem Lindenholz geschnitzt oder im Laufe der Zeit dunkel geworden.

1925, im Heiligen Jahr, wurde die Schwarze Muttergottes aus Anlass des 250jährigen Jubiläums der Gnadenkapelle im Auftrag von Papst Pius XI. mit einer Miniatur der Papstkrone  gekrönt. (Diese Krone trägt sie noch heute im Wechsel mit einer Krone im barocken Stil). Die Feierlichkeit fand im Kölner Dom statt, der die Menschenmassen kaum fassen konnte.

 

gnadenkapelle maria in der kupfergasse

Die Gnadenkapelle entspricht in ihren Ausmaßen dem Heiligen Haus in Loreto. Sie liegt zwischen den linken und rechten Eingang der Kirche am Ende des Kirchenschiffs und wurde in ihrer Ausmalung bereits mehrfach restauriert, da Sie durch den Kerzenruß der 5000 Opferkerzen pro Monat, die von den Gläubigen pro Monat angezündet werden, regelmäßig nachdunkelt.

In ihr befindet sich mittig, an der Stirnseite der Kapelle ein portugiesischer Barockaltar mit Baldachin unter dem das Gnadenbild der Muttergottes mit dem Jesuskind, gefertigt aus dunklem Lindenholz, steht. Sie ist vollplastisch gearbeitet und misst mit Krone und Sternenkranz ca 1.50m.

Die Skulptur entspricht dem sogenannten flämischen Typus und wird auf das 17. Jahrhundert datiert. Sie besitz mehrere Kronen (Tiara, Bügelkrone etc.) und wird regelmäßig in unterschiedliche kostbare Gewänder umgekleidet. In ihrer rechten Hand trägt sie ein mit Diamanten besetztes Zepter, die linke Hand trägt das ebenfalls bekrönte Jesuskind, welches in seiner linken Hand einen kristallenen Reichsapfel hält – beides als Zeichen ihrer königlichen Macht. Verschiedene Schmuckstücke zieren beide Figuren.

Lateinisches Festhochamt anlässlich der Marianischen Festwoche

Der Höhepunkt der Verehrung der Gottesmutter ist die jährliche Marianische Festwoche in unserer Wallfahrtskirche. Der Termin richtet sich jeweils nach dem Weihetag der Gnadenkapelle (8. September) und umfasst die entsprechende Woche von Sonntag zu Sonntag.

In dieser Woche gibt es zusätzlich zu den ganzjährigen werktäglichen Messen noch eine Pilgerandacht um 9.00 Uhr sowie eine Pilgermesse um 9.45 Uhr. Die feierlichen abendlichen Pontifikalämter/oder lateinischen Festhochämter werden in dieser Woche von Gastzelebranten gehalten. Anschließend finden, an den Werktagen der Woche, Konzerte in unserer Kirche statt.

Alle 2 Jahre wird die Festwoche zusätzlich von der, am Abschlusssonntag stattfindenden, Lichterprozession mit unserem Gnadenbild durch die Straßen des ehemaligen Pfarrgebietes gekrönt, an der regelmäßig tausende Pilger teilnehmen.

Festwoche 2023: 3.-10.9.2023

Das Programm zur Festwoche finden Sie hier.

Herzliche Einladung! 

Der Neuenahrer Hof, Standort der späteren Kirche, im Mercatorplan von 1570

Im Rahmen konfessioneller Auseinandertsetzungen zur Zeit des 30jährigen Krieges flohen Schwestern der Unbeschuhten Karmelitinnen nach Köln und ließen sich auf dem an dieser Stelle gelegenen, vormals von Protestanten bewirtschafteten, „Neuenahrer Hof“ nieder.

In den Folgejahren wandelten die Karmelitinnen das Gelände in eine Klosteranlage um und errichteten zwischen 1673 und 1675 mit Stiftungsgeldern reicher Kölner Bürger eine, am Heiligen Haus in der Basilika von Loreto angelehnte, Kapelle und statteten sie mit einem  Gnadenbild, einer aus Lindenholz geschnitzten Figur der Muttergottes, aus. Wahrscheinlich handelte es sich dabei um das Werk eines niederländischen Meisters um 1630.

Die Kapelle wurde zum Fest Mariä Geburt am 8. September 1675 konsekriert. Seit diesem Tage feiert die ansässige Gemeinde jährlich zu diesem Datum eine Festwoche zu Ehren der Muttergottes.

St. Maria in der Kupfergasse um 1830

Die Klosterkapelle mit ihrem Gnadenbild gelangte innerhalb kurzer Zeit für den Orden und die Stadt zu hoher Bedeutung und entwickelte sich zu einem überregional bekannten Ziel frommer Wallfahrten. Die Pilger schmückten die „Mutter der Barmherzigkeit“, wie man das Gnadenbild auch nannte, mit Schmuckstücken und unzähligen dargebrachten Opferkerzen. Mutmaßlich durch deren Ruß färbte sich da hölzerne Abbild im Laufe der Jahre dunkel.

Die stetig steigende Besucherzahl verhalf dem Kloster durch zahlreiche Messstiftungen zu einem soliden Wohlstand, sodass der Bau eines größeren Gotteshauses erwogen wurde.

Exakt 40 Jahre nach der Weihe der Kapelle wurde am 8. September 1715 die neue, zu Ehren des heiligen Josef errichtete Klosterkirche zusammen mit ihrem neuen Hochaltar feierlich durch den Kölner Kurfürsten und Erzbischof Joseph Clemens geweiht. Sie ist Kölns erste Backsteinkirche und eine der wenigen barocken Kirchbauten in der Stadt. Mit ihrem Baustil in Niederländischem Barock erinnerte die Kirche an die Heimat der Karmelitinnen. Sie umschließt seitdem in ihrem Innern die ältere Loretokapelle mit dem Gnadenbild der Schwarzen Muttergottes. Aufgrund der Umschließung der Kapelle wurde die Kirche untypischerweise mit einem nach Süden ausgerichteten Chor errichtet.

Die Gnadenkapelle vor den Kriegszerstörungen

Mit dem Einmarsch der französischen Revolutionstruppen 1798 mussten die Karmelitinnen erneut fliehen. Das Kloster wurde wie alle Klöster durch die französischen Besatzer aufgehoben, die Gebäude gingen in städtischem Besitz über. Die Klosterkirche wurde nicht wie viele andere Sakralbauten in der Stadt abgerissen, sondern wurde verschlossen und war nicht mehr zugänglich. Heute erinnert lediglich die Ruhestätte der Karmeliterinnen im Kreuzgang der Kirche noch an die klösterliche Zeit.

1803 erhielt die Kirche den Status einer eigenständigen Pfarrei. Die ersten Jahre der neuen Pfarrgemende waren von einem derartigen Aufschwung des religiösen Lebens geprägt, dass täglich unzählige heilige Messen am Altar des Gnadenbildes und an den anderen Altären der Kirche gefeiert wurden.

1828 konnten die Cellitinnen des heiligen Augustinus das aufgehobene Kloster übernehmen. 1873 erhielt die Kirche wegen der vielen Kirchenbesucher ein Seitenschiff. Die neue Sakristei schloss sich nun dem Chor an. Zur gleichen Zeit wurden äußere und innere Instandsetzungen durchgeführt.

Maria in der Kupfergasse Kriegszerstörungen

Im 2. Weltkrieg wurde die Kirche in der „Nacht der 1000 Bomber“ am 30./31. Mai 1942 schwer getroffen. In letzter Sekunde konnte das Gnadenbild gerettet werden, doch viele andere Ausstattungsstücke wurden zerstört.1944 brannte nach einem weiteren Bombenangriff der Überrest der Kirche vollständig aus.

1948 kehrte die Schwarze Muttergottes in die teilweise wiederhergestellte Kapelle zurück. Der Wiederaufbau der Kirche begann 1952 unter dem Kölner Architekten Karl Band und dauerte bis 1964.

Lediglich der ältere Treppenturm (wahrscheinlich ehemals zum Neuenahrer Hof gehörend), von dem rechts die Nordfassade flankiert wird, wich in seiner Gestaltung vom Original ab. Er erhielt eine modern gestaltete Glockenstube als Aufbau.

Da die Ausstattung beinahe restlos zerstört wurde, wurde der Gemeinde Ausstattungsstücke von anderen Kirchengemeinden überlassen. Der heutige,  barocke Hochtaltar wurde aus St. Andreas überführt und fügt sich, fals sei er für diese Kirche geschnitzt worden, perfekt in den Altarraum ein.

Nach der äußeren Wiederherstellung erfolgte in den Jahren 1979/80 eine Ausmalung der Kirche, die ausschließlich auf die Farben Weiß, Gelb und Gold zurückgriff. Bei Sanierungsarbeiten im Jahr 2001 kam noch ein sparsam verwendetes Rot hinzu. Die Helligkeit des Raumes durch die Farbgestaltung wird durch das einfallende Licht der hohen neutral verglasten Rundbogenfenster noch verstärkt.

Seit dem 1. Januar 2010 bildet die Pfarrgemeinde von St. Maria in der Kupfergasse zusammen mit fünf weiteren ehemaligen Innenstadtpfarreiendie neue Pfarrgemeinde St. Aposteln. 

Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse

Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse

Schwalbengasse 1
50667 Köln

Öffnungszeiten

Gnadenkapelle und Kerzenstand: täglich von 7.30-19.30 Uhr

Das Kirchenschiff ist nur zu Messzeiten geöffnet.

Besichtigungen nur außerhalb der Gottesdienstzeiten möglich.

Führungen/Gruppenbesuche bitte vorher über das Pfarrbüro anmelden!

Pfarrbüro St. Maria in der Kupfergasse

Pfarrbüro St. Maria in der Kupfergasse

Schwalbengasse 1
50667 Köln
Telefon:0221 2576237

 

Öffnungszeiten
Montag & Dienstag: 9-12 Uhr
Mittwoch: 9-12 Uhr und 13-16 Uhr
Donnerstag: 13-18 Uhr
Freitag: 9-13 Uhr

Für Sie vor Ort

Das Pastoralteam

Weitere Ansprechpersonen finden Sie auf der Homepage der Pfarrgemeinde

Pfarrer Msgr. Dr. Thomas Vollmer

Pfarrer Msgr. Dr. Thomas Vollmer

Rector ecclesiae St. Maria in der Kupfergasse
Schwalbengasse 1
50667 Köln