Romanische Säulenbasilika und integrative Gemeinde
Romanische Säulenbasilika und integrative Gemeinde
Der Name St. Georg steht in Köln nicht alleine für die fast 1000 Jahre alte Romanische Kirche. St. Georg verbinden viele in Köln ebenso mit der Hörbehindertenseelsorge und der integrativen Gemeinde von Gehörlosen, Schwerhörigen und Hörenden, die seit vielen Jahren hier beheimatet ist. Hier gestalten Menschen mit und ohne Hörbehinderung zusammen das Gemeindeleben.
Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur Geschichte der Kirche St. Georg, über hier stattfindende Gottesdienste, Konzerte und Führungen, sowie Kontaktinformationen und Öffnungs-zeiten.
Herzlich Willkommen!
Regelmäßige Termine
Gottesdienst
Sonntag 10.30 Uhr
Hier finden Sie alle Termine für öffentliche Führungen in St. Georg Köln auf einen Blick:
Tagesaktuelle Informationen zu Gottesdiensten und weiteren Veranstaltungen finden Sie auf der
Die Sonntagsmesse um 10:30 Uhr ist einmal monatlich integrativ und in Gebärdensprache übersetzt. Die Termine der Sonntagsmesse mit Übersetzung in Gebärden sind im Kalender auf dieser Internetseite, im Newsletter St. Georg oder im Aushang zu finden.
Auch Seniorenmessen gehören zum Programm. Sie finden am Mittwochnachmittag um 14:00 Uhr statt. Auch diese Termine finden Sie im Kalender. Regelmäßige Gruppentreffen, integrativ oder nach Zielgruppen getrennt, beleben das integrative Pfarrleben.
Integrative Gottesdienste werden von Gebärdensprachdolmetscher*innen übersetzt. Die Kirche ist mit Ringschleife im Hauptschiff und mit einer Infrarothöranlage ausgestattet.
Selbstverständlich feiern auch hörende und hörbehinderte Kinder und Jugendliche gemeinsam Erstkommunion und Firmung. In St. Georg herrscht Vielfalt, die jedem die Möglichkeit gibt, hier seine kirchliche Heimat zu finden.
Tagesaktuelle Informationen zu Gottesdiensten und weiteren Veranstaltungen finden Sie auf der

Am heutigen Ort von St. Georg sicherte im 1. Jahrhundert ein römischer Militärposten die Heerstraße nach Süden. Erst im 7. Jahrhundert entstand auf dessen antiken Fundamenten ein christliches Heiligtum, das vermutlich den Normanneneinfällen zum Opfer fiel.
Im Jahr 1056 gründete Erzbischof Anno II. hier das Chorherrenstift St. Georg. Die in der Folge (bis 1067) errichtete Säulenbasilika war ein architektonisches Novum: Als einzige ihrer Art in der Region verfügte sie über acht Säulen, die teilweise aus antiken Ruinen stammten. Besonders beeindruckend ist die unter dem Ostchor gelegene, fünfschiffige Hallenkrypta, die bis heute die frühe Romanik repräsentiert.

Etwa hundert Jahre später folgte ein tiefgreifender Umbau, der St. Georg zu einer der ersten eingewölbten Kirchen Kölns machte. In dieser staufischen Phase entstand auch der monumentale Westchor. Während er von außen mit seinem massiven Quadermauerwerk wie eine abweisende Festung wirkt, überrascht das Innere durch eine feine Gliederung mit Nischen, Laufgängen und einer imposanten Kuppel. Diese wehrhafte Architektur blieb über Jahrhunderte weitgehend erhalten, selbst als im 16. Jahrhundert spätgotische Vorhallen ergänzt wurden oder im 18. Jahrhundert eine barocke Ausstattung Einzug hielt. Letztere prägte den Raum unter anderem durch die verspielten Malereien von Johann Martin Metz, von denen heute jedoch kaum noch Spuren existieren.

Das 19. Jahrhundert markierte die wohl kritischste Phase für das Bauwerk. Nach der Säkularisierung und dem Abbruch der benachbarten Jakobskirche verfiel St. Georg zusehends. Statische Mängel führten dazu, dass die Querhausarme abgerissen werden mussten und die Kirche zeitweise sogar polizeilich gesperrt war.
Erst im frühen 20. Jahrhundert rettete eine großangelegte Sanierung das Denkmal. Zwischen 1927 und 1930 verfolgte man das Ziel, den Zustand des 12. Jahrhunderts wiederherzustellen. In dieser Zeit schuf der Künstler Johan Thorn Prikker einen bedeutenden Zyklus aus 40 Farbfenstern, die heute zusammen mit der schlichten liturgischen Gestaltung von Clemens Holzmeister das Raumbild prägen.

Im 2. Weltkrieg zerstörten schwere Bombenangriffe im März 1945 das Mittelschiff und die Chöre fast vollständig. Trotz der schweren Zerstörung von St. Georg wurden ab 1947 die Sicherungsarbeiten und der anschließende Wiederaufbau aufgenommen. 1949 erfolgte die Weihe der Notkirche im Westchor und bis 1952 war der östliche Chorbereich in allen Teilen wiederhergestellt. Nach längerem Baustopp entspann sich 1956 eine Debatte darüber, wie der Wiederaufbau des zerstörten Mittelteiles vonstatten gehen solle. Erst 1959 war die endgültige Entscheidung getroffen und man entschied sich für eine Rekonstruktion nach dem romanischen Ideal.
Bis 1964 wurden die Gewölbe geschlossen und die ausgelagerten Thorn-Prikker-Fenster wieder eingesetzt. Dank der Unterstützung durch den Förderverein Romanische Kirchen Köln konnte das Ensemble in den folgenden Jahrzehnten weiter restauriert und um eine Schatzkammer ergänzt werden. So präsentiert sich St. Georg heute als ein Bauwerk, das trotz Zerstörung und Verfall seine fast tausendjährige architektonische Kontinuität bewahrt hat.
Öffnungszeiten
Winter: täglich 8:00 – 17:00 Uhr (1.11. – 28.2.)
Sommer: täglich 8:00 – 18:00 Uhr (1.3. – 31.10.)
Besichtigungen nur außerhalb der Gottesdienstzeiten möglich.
Führungen/Gruppenbesuche bitte vorher über das Pfarrbüro anmelden!

Öffnungszeiten
Montag und Donnerstag von 9 – 12 Uhr
Dienstag und Donnerstag von 14 – 17 Uhr
Das Pastoralteam
Weitere Ansprechpersonen finden Sie auf der Homepage der Gemeinde



Leitender Pfarrer der Seelsorgebereiche St. Agnes, St. Aposteln, St. Gereon, St. Mauritius & Herz Jesu und St. Severin. Koordinator für die Pastoral im Herzen Kölns (Köln-Mitte). Hierzu gehört auch der Seelsorgebereich D , der an der perspektivischen Seelsorgeplanung für Köln-Mitte intensiv mitarbeitet.