Romanische Säulenbasilika und integrative Gemeinde
Romanische Säulenbasilika und integrative Gemeinde
Der Name St. Georg steht in Köln nicht alleine für die fast 1000 Jahre alte Romanische Kirche. St. Georg verbinden viele in Köln ebenso schnell mit der Hörbehindertenseelsorge und der integrativen Gemeinde von Gehörlosen, Schwerhörigen und Hörenden, die seit vielen Jahren hier beheimatet ist. Beim Begriff „Integration“ denkt man vielleicht an zwei oder auch 10 Einzelpersonen, die sich aufgenommen fühlen von einer großen Zahl Hörender. Aber das ist nicht so: In St. Georg ist es gerade anders.
Hier gestalten Menschen mit und ohne Hörbehinderung zusammen das Gemeindeleben. Sprechende Lektoren und Lektoren, die in Gebärdensprache das Wort Gottes vortragen, sind hier gleichermaßen aktiv. Es gibt einen Gebärdenchor, der Lieder ausschließlich in Gebärdensprache vorträgt, und Musikangebote für Hörende. Hörbehinderte und Hörende treffen sich zu Begegnungen an den hohen Festtagen, zum Pfarrcafé oder zum Wiedersehensfest nach der Ferienzeit. Sie treffen sich aber auch als getrennte Gruppen.
Regelmäßige Termine
Gottesdienst
Sonntag 10.30 Uhr
Hier finden Sie alle Termine für öffentliche Führungen in St. Georg Köln auf einen Blick:
Informationen zu Initiativen und Gruppierungen vor Ort erhalten Sie auf der
In St. Georg gestalten Menschen mit und ohne Hörbehinderung zusammen das Gemeindeleben. Sprechende Lektoren und Lektoren, die in Gebärdensprache das Wort Gottes vortragen, sind hier gleichermaßen aktiv. Es gibt einen Gebärdenchor, der Lieder ausschließlich in Gebärdensprache vorträgt, und Musikangebote für Hörende. Hörbehinderte und Hörende treffen sich zu Begegnungen an den hohen Festtagen, zum Pfarrcafé oder zum Wiedersehensfest nach der Ferienzeit. Sie treffen sich aber auch als getrennte Gruppen. Menschen mit und ohne Hörbehinderung bereiten sich auf die Trauung oder die Tauffeier vor, finden Rat und Begleitung in Lebenskrisen.
Die Sonntagsmesse um 10:30 Uhr ist einmal monatlich integrativ und in Gebärdensprache übersetzt. Die Termine der Sonntagsmesse mit Übersetzung in Gebärden sind im Kalender auf dieser Internetseite, im Newsletter St. Georg oder im Aushang zu finden.
In der Adventszeit und an Weihnachten, in der Fastenzeit, in der Karwoche und an Ostern, sowie an einigen Festen im Jahreskreis übernehmen gehörlose Lektorinnen und Lektoren die Übersetzung von Lesung, Evangelium und Fürbitten. In diesen besonderen Zeiten gestaltet auch der Kölner Gebärdenchor St. Georg die Messen gerne mit.
Zu einigen Anlässen gibt es auch eine Integrative Messe am Mittwochmittag um 14h in St. Georg speziell für hörende und gehörlose Senioren, sowie für die Bewohner des CBT- Wohnhauses an St. Georg. Die Anlässe dazu sind Mariä Lichtmess, Aschermittwoch, Mutter Gottes Ehrung im Mai, Hl. Messe mit Krankensalbung im September und ein Adventgottesdienst. Die Termine dazu finden Sie im Kalender in der Veranstaltungsübersicht.
Selbstverständlich feiern auch hörende und hörbehinderte Kinder und Jugendliche gemeinsam Erstkommunion und Firmung. In St. Georg herrscht Vielfalt, die jedem die Möglichkeit gibt, hier seine kirchliche Heimat zu finden. Damit das gelingt, ist die Kirche mit technischen Hörhilfen ausgestattet, und die Heilige Messe am Sonntagmorgen um 10.30 Uhr wird auch in Gebärdensprache übersetzt. Wann die Gottesdienste mit Übersetzung stattfinden, entnehmen Sie bitte unserer Gottesdienstordnung oder unserem Veranstaltungskalender.
Es gibt Gehörlosen- und Schwerhörigenvereine, einen Treff gehörloser Arbeitssuchender und außerdem alles, was sie von Gemeinde sonst noch erwarten. Jeder entscheidet selbst: Will ich mehr das Gemeinsame mitmachen, oder besuche ich die speziellen Angebote für meine Gruppe? Menschen mit Hörbehinderung sollen so weit es geht ins gemeinsame Geschehen eingebunden werden; das nennt man: Inklusion; Integration und Inklusion sind unsere Ziele. In St. Georg ist Inklusion etwas ganz Normales, eben „all inclusive…“
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Am heutigen Ort von St. Georg sicherte im 1. Jahrhundert ein römischer Militärposten die Heerstraße nach Süden. Erst im 7. Jahrhundert entstand auf dessen antiken Fundamenten ein christliches Heiligtum, das vermutlich den Normanneneinfällen zum Opfer fiel.
Im Jahr 1056 gründete Erzbischof Anno II. hier das Chorherrenstift St. Georg. Die in der Folge (bis 1067) errichtete Säulenbasilika war ein architektonisches Novum: Als einzige ihrer Art in der Region verfügte sie über acht Säulen, die teilweise aus antiken Ruinen stammten. Besonders beeindruckend ist die unter dem Ostchor gelegene, fünfschiffige Hallenkrypta, die bis heute die frühe Romanik repräsentiert.

Etwa hundert Jahre später folgte ein tiefgreifender Umbau, der St. Georg zu einer der ersten eingewölbten Kirchen Kölns machte. In dieser staufischen Phase entstand auch der monumentale Westchor. Während er von außen mit seinem massiven Quadermauerwerk wie eine abweisende Festung wirkt, überrascht das Innere durch eine feine Gliederung mit Nischen, Laufgängen und einer imposanten Kuppel. Diese wehrhafte Architektur blieb über Jahrhunderte weitgehend erhalten, selbst als im 16. Jahrhundert spätgotische Vorhallen ergänzt wurden oder im 18. Jahrhundert eine barocke Ausstattung Einzug hielt. Letztere prägte den Raum unter anderem durch die verspielten Malereien von Johann Martin Metz, von denen heute jedoch kaum noch Spuren existieren.

Das 19. Jahrhundert markierte die wohl kritischste Phase für das Bauwerk. Nach der Säkularisierung und dem Abbruch der benachbarten Jakobskirche verfiel St. Georg zusehends. Statische Mängel führten dazu, dass die Querhausarme abgerissen werden mussten und die Kirche zeitweise sogar polizeilich gesperrt war.
Erst im frühen 20. Jahrhundert rettete eine großangelegte Sanierung das Denkmal. Zwischen 1927 und 1930 verfolgte man das Ziel, den Zustand des 12. Jahrhunderts wiederherzustellen. In dieser Zeit schuf der Künstler Johan Thorn Prikker einen bedeutenden Zyklus aus 40 Farbfenstern, die heute zusammen mit der schlichten liturgischen Gestaltung von Clemens Holzmeister das Raumbild prägen.

Im 2. Weltkrieg zerstörten schwere Bombenangriffe im März 1945 das Mittelschiff und die Chöre fast vollständig. Trotz der schweren Zerstörung von St. Georg wurden ab 1947 die Sicherungsarbeiten und der anschließende Wiederaufbau aufgenommen. 1949 erfolgte die Weihe der Notkirche im Westchor und bis 1952 war der östliche Chorbereich in allen Teilen wiederhergestellt. Nach längerem Baustopp entspann sich 1956 eine Debatte darüber, wie der Wiederaufbau des zerstörten Mittelteiles vonstatten gehen solle. Erst 1959 war die endgültige Entscheidung getroffen und man entschied sich für eine Rekonstruktion nach dem romanischen Ideal.
Bis 1964 wurden die Gewölbe geschlossen und die ausgelagerten Thorn-Prikker-Fenster wieder eingesetzt. Dank der Unterstützung durch den Förderverein Romanische Kirchen Köln konnte das Ensemble in den folgenden Jahrzehnten weiter restauriert und um eine Schatzkammer ergänzt werden. So präsentiert sich St. Georg heute als ein Bauwerk, das trotz Zerstörung und Verfall seine fast tausendjährige architektonische Kontinuität bewahrt hat.
Öffnungszeiten
Winter: täglich 8:00 – 17:00 Uhr (1.11. – 28.2.)
Sommer: täglich 8:00 – 18:00 Uhr (1.3. – 31.10.)
Besichtigungen nur außerhalb der Gottesdienstzeiten möglich.
Führungen/Gruppenbesuche bitte vorher über das Pfarrbüro anmelden!

Öffnungszeiten
Montag und Donnerstag von 9 – 12 Uhr
Dienstag und Donnerstag von 14 – 17 Uhr
Das Pastoralteam
Weitere Ansprechpersonen finden Sie auf der Homepage der Gemeinde



Leitender Pfarrer der Seelsorgebereiche St. Agnes, St. Aposteln, St. Gereon, St. Mauritius & Herz Jesu und St. Severin. Koordinator für die Pastoral im Herzen Kölns (Köln-Mitte). Hierzu gehört auch der Seelsorgebereich D , der an der perspektivischen Seelsorgeplanung für Köln-Mitte intensiv mitarbeitet.