Brich auf! Neues wächst. Missionarische Aktion an St. Aposteln

Erfahrungsbericht von Iris Weiss
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Datum:
22. Juni 2021
Von:
Florian Duczek

Eine zugewandte und menschenfreundliche Kirche erlebbar machen, das war das Ziel der Straßenaktion „Brich auf. Neues wächst!“ rund um St. Aposteln am Samstag, 12. Juni 2021.

In Vorbereitung auf diese Aktion haben sich die Teilnehmer:innen des Forums „Missionarisch Leben“, welches die Dienerinnen & Diener des Evangeliums in Kooperation mit der Gemeinde St. Aposteln durchgeführt haben, an fünf Abenden digital getroffen, um den eigenen Glauben neu zu entdecken und zu vertiefen. Wir haben gemeinsam überlegt, auf welche Sehnsüchte der Welt der christliche Glaube eine Antwort sein kann und haben miteinander gerungen, wie wir den Glauben, den wir durch andere Menschen empfangen haben, weitergeben können. Am Anfang fehlten uns manchmal noch die Worte für das, was wir sagen wollten, aber nach und nach wurden wir immer sprachfähiger im Glauben.

Ermutigt durch die Glaubenszeugnisse der anderen Teilnehmer:innen während des Forums und bestärkt durch die Worte von Papst Franziskus aus Evangelii Gaudium, Religion dürfe sich nicht in das Private zurückziehen, haben wir uns am Samstag, 12. Juni gemeinsam auf den Weg gemacht, um das, was wir in unserem Leben und Glauben selbst erfahren haben an andere weiterzugeben.

Dazu sind wir vor St. Aposteln auf die Menschen auf der Straße zugegangen und haben mit ihnen darüber gesprochen, was ihnen im Privaten, im Beruf, für die Kirche und für die ganze Welt wichtig ist. Es kam zu zahlreichen intensiven und bewegenden Begegnungen an diesem Tag. Viele Menschen haben uns erzählt, was für sie in der Pandemie gewachsen ist. Für die meisten war dies vor allem die Zeit mit der Familie oder mit Freunden, einige haben etwas Neues gelernt, zum Beispiel ein Instrument oder eine Sprache und bei anderen ist die Dankbarkeit dafür gewachsen, was wir normalerweise für Freiheiten in unserem Leben haben. Deutlich wurde aber auch, dass wir überwiegend die gleichen Sehnsüchte und Wünsche für die Zukunft in uns tragen und dass wir alle selbst etwas tun können und müssen, damit Neues entstehen und wachsen kann.  Symbolisch für das eigene Tun konnte man vor Ort in großen, mit Erde befüllten Blumentöpfen oder später zuhause auf dem heimischen Balkon Blumensamen aussäen. Der aufbrechende Samen soll uns daran erinnern, auch selbst immer wieder neu aufzubrechen und uns auf Neues einzulassen!

Wer für Unterstützung bei einem Neubeginn bitten wollte oder andere Gebetsanliegen hatte, konnte diese Bitten an Gott aufschreiben und wir haben sie mit in den Gottesdienst um 18:30 Uhr genommen und dafür gebetet. Außerdem berichteten zwei Teilnehmer:innen des Forums während der Vorabendmesse von ihren Erfahrungen und Begegnungen mit Gott.

Für mich selbst ist an diesem Tag übrigens ganz viel gewachsen: Zum einen der Mut, auf andere Menschen zuzugehen und mit ihnen über den Glauben und ihre Hoffnungen zu sprechen, außerdem die Zuversicht, dass es immer wieder einen neuen Aufbruch geben wird und nicht zuletzt die Flamme, die in meinem Herzen für die Kirche brennt.