Ort gelebter Tradition
Maria Hilf
Vielen Kölnern unbekannt, liegt im Süden der Stadt, in eine Häuserflucht eingebettet, die Maria-Hilf-Kirche. Am 8. Juli 1896 wurde der erste Spatenstich zu dieser Anstalts- und Seelsorgskirche getan. Die Pläne hatte der Baumeister Adolf Nöcken entworfen. Die Grundsteinlegung vollzog am 4. Oktober 1896 Weihbischof H. J. Schmitz, der auch die Konsekration dieser Kirche am 1. April 1898 vornahm [...]
Nach der Fertigstellung der Kirche St. Paul im Jahre 1908 blieb die Maria-Hilf-Kirche Anstaltskirche des Klosters Maria Hilf, das damals Kinder- und Erziehungsheim war. Von 1911 bis 1916 diente sie gleichzeitig dem neugegründeten Rektorat St. Maternus als Gottesdienstraum. Nach der Konsekration von St. Maternus im Jahre 1916 dienste das Gotteshaus zunächst wieder ausschließlich als Anstaltskirche bis im Jahre 1920 von St. Paul ein eigener Seelsorgebezirk "Maria Hilf" abgezweigt wurde.
(entnommen aus: Die Pfarrgemeinden St. Maternus und Maria Hilf stellen sich vor; 1989/90)
Seit 2005 wird Maria Hilf ausschließlich von der Priesterbruderschaft St. Petrus genutzt.
Die Priesterbruderschaft St. Petrus ist eine vom Hl. Stuhl am 18. Oktober 1988 approbierte internationale Gemeinschaft apostolischen Lebens päpstlichen Rechts. Sie wurde von 11 Priestern und einem Diakon gegründet und zählt inzwischen (Stand 2023) über 300 Priester und etwa 180 Seminaristen.
Mit Erlaubnis von Kardinal Meisner ist die Priesterbruderschaft bereits seit Mitte der 90er Jahre in Köln vertreten. 2016 wurde Köln mit Erlaubnis von Kardinal Woelki zur kanonischen Niederlassung erhoben.
Von Köln aus betreut die Priesterbruderschaft mehrere Messorte, so neben Köln u.a. noch in Düsseldorf, Bonn, Remscheid und Lindlar-Frielingsdorf.
Die Gemeinschaft feiert ausschließlich den überlieferten römischen Ritus nach den Rubriken von 1962.